(Veranstaltungs-)Hinweise
Erinnerungskultur und Mitmach-Angebot des Arolsen Archives: Kurzfilme und Gespräch am 23.11.2025
Die Arolsen Archives (International Center on Nazi Persecution) sind das weltweit größte Archiv über Opfer und Überlebende des Nationalsozialismus. Hier wird nicht nur Archiv-Arbeit gemacht, sondern Wissen geteilt über Soziale Medien, über Schulprojekte und über digitale Mitmach-Projekte. Ein solches wird bereits jetzt zum Ausprobieren im Kino Traumstern präsentiert. Dort können Sie jederzeit, auch ohne Kinobesuch, im Foyer des Kinos das Mitwirken am Projekt #everynamecounts ausprobieren – sprechen Sie einfach das Kinopersonal an. Bei unserer Veranstaltung werden auch 5 künstlerisch wertvolle Kurzfilme gezeigt und Fragen zur Arbeit der Arolsen Archives besprochen.
Wann: Sonntag, 23. November, 12 Uhr
Wo: Kino Traumstern (Gießener Str. 15, 35423 Lich)
Eintritt frei!
ONLINEVERANSTALTUNG
02.12.2025 | 15-17 Uhr | digital via Zoom
Impulse, Praxisbeispiele und Austauschmöglichkeiten
Wie Kulturprojekte den Schulalltag diskriminierungssensibler gestalten können
Die Beratungsstelle „Kultur macht stark“ Hessen lädt gemeinsam mit dem Antidiskriminierungsnetzwerk Mittelhessen (AdiNet) sowie dem Verein Antidiskriminierung Mittelhessen e. V. Lehrkräfte aller Schulformen aus Mittelhessen zu einer praxisnahen, kostenlosen Online-Veranstaltung ein.
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Schulen einen diskriminierungssensiblen Umgang im Alltag fördern können – und welche Rolle kulturelle Bildungsprojekte dabei spielen.
Den Impulsvortrag gestaltet die "Werkstatt für Demokratieförderung" e.V. Der Verein bietet unter anderem theaterpädagogische Workshops für Kinder ab der zweiten Klassenstufe sowie Beratung und Fortbildungen für Fachkräfte in Schulen und anderen Organisationen an. Ziel ist es zum einen Fachkräfte dabei zu unterstützen, Kinder und Jugendliche diskriminierungssensibel begleiten zu können und zum anderen Kinder und Jugendliche zu stärken, mit Diskriminierung umzugehen und sich dagegen einzusetzen. Der Verein stellt seine Angebote vor und gibt Einblicke in die Praxis.
Ein weiterer Programmpunkt ist die Vorstellung eines Best-Practice-Beispiels aus dem Förderprogramm „Kultur macht stark“: das Projekt "Dagesh on Tour" Jüdische Kunst im Kontext. Dieses Projekt bringt künstlerische und kulturelle Zugänge in den Schulalltag und thematisiert dabei zentrale gesellschaftliche Fragen wie Zugehörigkeit, Identität und Ausgrenzung. Im Rahmen von „Dagesh on Tour“ arbeiten Schülerinnen mit jüdischen Gegenwartskünstlerinnen zusammen, lernen vielfältige künstlerische Ausdrucksformen kennen und werden ermutigt, sich über Kunst selbst auszudrücken. So stärkt das Projekt junge Menschen darin, sich aktiv mit gesellschaftlichen Themen auseinanderzusetzen und sich für eine offene, plural orientierte Gesellschaft einzusetzen.
Gemeinsam widmen wir uns der Leitfrage: Welchen Einfluss haben Kulturprojekte wie „Dagesh on Tour“ und die „Werkstatt für Demokratieförderung e. V.“ auf den Schulalltag – und was können sie langfristig verändern?
Die Veranstaltung bietet Austausch und Anregungen zur Umsetzung kultureller Projekte an Schulen – mit Informationen zur Förderung durch „Kultur macht stark“.
ANMELDUNG
Wir freuen uns über Ihre Anmeldung bis zum 28.11.2025 über diesen Link: Anmeldelink
KONTAKT Landesvereinigung Kulturelle Bildung Hessen e.V.| Beratungsstelle „Kultur macht stark“ Hessen Kaiserstraße 56, 60329 Frankfurt am Main
Tel.: 069 175372356 | E-Mail: kulturmachtstark@lkb-hessen.de |
Website: www.kulturmachtstark-hessen.de
Das Antidiskriminierungsnetzwerk Mittelhessen (AdiNet Mittelhessen)| Landkreis Gießen Fachdienst 35 - Vielfalt, Antidiskriminierung, Teilhabe und Kreisausländerbeirat | Riversplatz 1 – 9, 35394 Gießen
Telefon: 0641 9390-1714| E-Mail: info@adinet-mittelhessen.de|
Website: https://adinet-mittelhessen.de/de
PROGRAMMABLAUF
14:50 Ankommen und technischer Support
15:00 Begrüßung
15:10 Vorstellung der Arbeit an Schulen: Werkstatt für Demokratieförderung 15:50 Das Bundesförderprogramm „Kultur macht stark“ im Überblick
16:05 Pause
16:15 Praxisbeispiel „Dagesh on Tour“ aus dem Förderprogramm „Kultur macht stark“
16:40 Austauschrunde und offene Fragen
17:00 Abschluss
Geplant und durchgeführt durch den Antidiskriminierungsverein Mittelhessen und dem Antidiskriminierungsnetzwerk Mittelhessen (AdiNet) und der Beratungsstelle „Kultur macht stark“ Hessen
"Warum immer wieder der erbitterte Kampf um Asyl in Deutschland?" - Vortrag von Patrice Poutrus, Historiker
Forum für Völkerverständigung Lich e.V. und Asyl in Lich e.V.
Am 28. Juni 1993 wurde mit einer Grundgesetzänderung der sogenannte „ Asylparagraph“ - Artikel 16 GG Abs. 2 Satz 2 – reformiert, und der neu formulierte Artikel 16 a trat in Kraft. Dieser Verfassungsreform waren vier Jahrzehnte hitziger Debatte vorausgegangen, die spätestens seit den 1980er Jahren auch von rassistischer Gewalt begleitet waren. Warum hat ausgerechnet der knappe Satz „ Politisch verfolgte genießen Asyl“ zu einem so großen Verfassungskonflikt im vereinten Deutschland geführt, wieso war dieser Konflikt immer auch mit rassistischer Gewalt verbunden, und wieso prägt der gefundene politische Kompromiss die politische Kultur der Berliner Republik, des Vereinten Deutschlands, bis in die Gegenwart?
Diese Fragen sind Gegenstand des Vortrags von Patrice Poutrus
Vortrag und Diskussion
Eintritt frei
Kulturzentrum
Bezalel-Synagoge
Amtsgerichtsstr. 4
35423 Lich
White Saviorism - was ist das eigentlich und wer ist damit gemeint? Rachel Etse, Ethnologin und rassismuskritische Trainerin
Online-Veranstaltung
Donnerstag, 20. November I 12 - 13 Uhr
Wenn weiße Menschen, oft mit besten Absichten, in globale oder lokale Kontexte eingreifen, um „zu helfen“ und dabei koloniale Machtverhältnisse, Privilegien, rassistische Stereotype und Hierarchien reproduzieren. Gemeinsam wird reflektiert, wie diese Dynamiken unser Handeln prägen und wie wir kritisch damit umgehen können.
Weitere Informationen und Anmeldung:
https://eveeno.com/epnhessendruebergebabbelt
Feminismus und Demokratie – Antifeminismus erkennen,
Demokratie stärken
Was hat Feminismus mit Demokratie zu tun? Mehr, als viele denken!
Am 22. November 2025 von 10.00 bis 15.30 Uhr im Erwin-Piscator-Haus, Biegenstraße 15, gehen wir gemeinsam mit Vorträgen, praxisnahen Workshops und Gelegenheit für Austausch und Vernetzung dieser Frage nach. Die Veranstaltung zeigt, wie Antifeminismus wirkt und demokratische Werte gefährdet – und was wir privat und beruflich dagegen tun können.
Organisiert von der Volkshochschule und dem Referat für Gleichberechtigung, Vielfalt und Antidiskriminierung zusammen mit der Arbeitsgruppe Feminismus im Marburger Netzwerk für Demokratie und gegen Rechtsextremismus und dem Demokratiezentrum der Philipps-Universität.
Im Einführungsvortrag erläutern Ulla Wittenzellner und Sarah Klemm vom Dissens Institut für Bildung und Forschung e.V., was Antifeminismus ist und wie er als eine Art „Brücke“ zur extremen Rechten wirkt.
Im Anschluss werden mehrere Workshops (für mehr Details s. Link) angeboten, aus denen einer ausgewählt werden kann:
- Workshop 1: Umgangsstrategien mit Sexismus im Alltag
- Workshop 2: My body, my choice, my life
- Workshop 3: Feministische Rechtspolitik
- Workshop 4: Autoritäre Männlichkeit und Demokratie
Nach der Mittagspause wird es Gelegenheit geben, sich zu vernetzen, zentrale Erkenntnisse und Impulse aus den Workshops miteinander zu teilen, Handlungsmöglichkeiten für Feminismus im Alltag zu sammeln sowie Ideen für gemeinsame Aktionen zu entwickeln.
Weitere Informationen hier: https://www.vhs-marburg.de/kurse/politik-gesellschaft-umwelt/kurs/Feminismus-und-Demokratie/252-11300
Einladung
2. Fishbowl-Gesprächsrunde „Zukunftswerkstatt Kommunalpolitik“
Samstag, den 22.11.2025 von 10:00– 13:00 Uhr
ab 09:30 Uhr: Ankommen mit Snacks & Getränken
10 Uhr Beginn der Gesprächsrunde
im Bürgersaal am Bahnhof in Rabenau (Leestraße 12, 35466 Rabenau).
„Wie kann kommunalpolitische Teilhabe und Mitsprache von Menschen mit ganz verschiedenen Lebenswirklichkeiten gelingen?“
Am 22.11.2025 soll sich erneut bewusst der Frage gewidmet werden, wie man die Stimmen und Perspektiven junger Menschen, Frauen, junger Erwachsener (25–45 Jahre), Eltern, Alleinerziehender, People of Colour, Menschen mit Behinderung und Migrant:innen mehr einbeziehen und damit mehr Diversität und Mitsprache in der Kommunalpolitik erreichen kann.
Diese Veranstaltung knüpft an unsere Zukunftswerkstatt vom vergangenen Jahr an. Damals benannten wir Herausforderungen bei der kommunalpolitischen Beteiligung und sammelten erste Impulse für innovative Beteiligungsformate.
Ein zentrales Ergebnis lautete: Beteiligung gelingt nur, wenn sie bedürfnisorientiert gedacht wird.
In der diesjährigen Zukunftswerkstatt steht daher die gepflegte Kultur eines bedürfnisorientierten Miteinanders in der Kommunalpolitik im Mittelpunkt: Politik als Prozess, der sich kommunikativ mit und für die Menschen bewegt.
Unter den teilnehmenden Gesprächsgästen werden Personen aus der Kommunalpolitik und Zivilgesellschaft des Fördergebietes sein.
Nach einem interaktiven Input von Mehr Demokratie e.V. und DABEISEIN berichten sie von Beispielen gelungener Kommunikationskultur und Beteiligung, bei denen bestimmte Ideen und Formate erfolgreich umgesetzt wurden.
Nach einer kurzen Pause wird u.a. folgenden Fragen nachgegangen:
- Wie kann Kommunalpolitik die Bedürfnisse der Menschen im Blick behalten? • Wie können Räume entstehen, damit sich unterschiedliche Menschen – temporär oder langfristig – beteiligen können?
- Und: Wie kann sich Kommunalpolitik auch innerhalb bestehender Strukturen verändern, um flexibler und bedürfnisorientierter zu werden, ohne diese vollständig aufzugeben?
Sie sind ganz herzlich dazu eingeladen, diesem Gespräch als Zuhörende beizuwohnen. Gleichzeitig gibt es für alle Zuhörenden ebenfalls die Möglichkeit, hin und wieder für einen begrenzten Zeitraum im Gesprächskreis Platz zu nehmen, um eine eigene Frage oder Idee zu platzieren.
Auf viele gute Impulse und einen offenen, regen Austausch miteinander wird gehofft.
Im Anschluss sind Sie herzlich eingeladen, bei einem kleinen Imbiss noch zu verweilen und sich weiter miteinander auszutauschen.
*** Es wird um Ihre verbindliche Zusage per Mail bis zum 16.11.2025 an ida.schulz@dabeisein-lahntaeler.de (bitte mit der Angabe, ob Sie am gemeinsamen Imbiss im Anschluss an die Veranstaltung teilnehmen)***
Über Ihr Kommen wird sich gefreut. Herzlichen Dank im Voraus!
DABEISEIN-Team Koordinierungs- und Fachstelle Partnerschaft für Demokratie „DABEISEIN in den Gießener Lahntälern“
Blinder Fleck
Dokumentationsfilm
Film und Filmgespräch mit Liz Wieskerstrauch (Regisseurin), Ira Kögler (Wildwasser Marburg e.V.), Dr. Tanja Rode (Moderatorin)
- 22. November 2025
- Capitol Marburg
- 17:00 Uhr
Tickets sind über das Cineplex zu kaufen
Preis: 10,90 € Ermäßigt: 9,90 €
Ritualisierte Gewalt in Deutschland. Organisierte, sexualisierte Ausbeutung von Kindern – unvorstellbar, unsichtbar. Und doch: Realität.
In ihrem eindrucksvollen Film blinder Fleck zeig die Filmemacherin Liz W auf erschütternde und zugleich berührende Weise, dass rituelle (organisierte) Gewalt mitten in unserer Gesellschaft existiert. Sie macht sichtbar, welche tiefgreifenden Folgen diese Gewalt für die Betroffenen hat und wie schwer es ist dem Gehör, Unterstützung oder gar Gerechtigkeit zu verschaffen. Der Film verdeutlicht eindrucksvoll, warum gerade diese Form der Gewalt so selten erkannt und noch seltener strafrechtlich verfolgt wird.
Liz Wieskerstrauch arbeitet seit vielen Jahren mit beharrlicher Sensibilität an Themen, die gesellschaftlich im Schatten liegen – Themen, die mit Tabus oder Ängsten behaftet sind. Bereits 2001 macht sie mit ihrer Dokumentation Höllenleben das Leben nach rituelle Gewalt und das Leben mit des Dissoziative Identitätsstörung öffentlich sichtbar.
Wildwasser Marburg e.V. - Fach Beratungsstelle für sexualisierte Gewalt in Kindheit und Jugend - sowie Dr. Tanja Rode, tätig in eigener Praxis für Psychotherapie, Supervision, Beratung und Fortbildungen, begleitet seit vielen Jahren Menschen, die rituelle Gewalt erlebt haben oder weiterhin erleben.
Im Anschluss an die Vorführung findet mit der Filmemacherin Liz Wieskerstrauch eine moderierte Gesprächsrunde statt. Das Publikum ist herzlich eingeladen, sich mit Fragen oder Gedanken einzubringen und gemeinsam in die Reflektion über das Gesehene zu gehen.
Stoppt Gewalt an Frauen*
25.11.2025
Demo und Kundgebung
Bahnhofsvorplatz Fulda
18:00 Uhr
Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen* + Roses Revolution Day
Preisverleihung für Vielfalt und Teilhabe 2025 Fulda
Datum: 25.11.2025
Uhrzeit: 19:00 Uhr
Ort: Mamorsaal Fulda
In diesem Jahr werden Projekte und Initiativen ausgezeichnet, die sich für mentale Gesundheit einsetzen.
Gemeinsam soll ein Zeichen für Vielfalt und Teilhabe gesetzt werden - für eine Gesellschaft, in der Menschen füreinander da sind, besonders in schwierigen Lebensphasen.
Mit dem Preis für Vielfalt und Teilhabe 2025 soll das Engagement für eine offene und inklusive Stadtgesellschaft gewürdigt werden, in der niemand allein gelassen wird.
Methodenworkshop Brücken bauen
Schwerpunkt: Antisemitismus und Antirassismus
für Multiplikator:innen
Mi, 03. Dezember 25, 13 - 17:30 Uhr Haus der Jugend, Marburg
Referent:innen der bpb
Sapir Huberman - Kulturvermittlerin und Bildungsreferentin mit den Schwerpunkten Geschichte und Gegenwart jüdischen Lebens, Antisemitismus, antimuslimischer und antipalästinensischer Rassismus, Diskriminierung, Nahostkonflikt
Anton Livshits – Kulturwissenschaftler, politischer Bildner, Journalist mit den Schwerpunkten Antisemitismus und Rassismus
Anmeldung bis zum 24.11. mariele.weber@weltladen-marburg.de
Brücken bauen – Build Bridges, Not Barriers!
Ein multiperspektivischer Workshop zum Umgang von Jugendlichen mit dem Thema Israel/Palästina und dessen Auswirkungen auf das Zusammenleben
Ziele des Workshops:
- Förderung der Sprechfähigkeit zum Nahostkonflikt
- Abbau von Vorurteilen und von rassistischem und antisemitischem Gedankengut
- Engagement gegen Antisemitismus und antimuslimischen Rassismus
- Schaffung eines Bewusstseins für die Auswirkungen des Nahostkonflikts auf die hiesige Gesellschaft und unser Zusammenleben
- Vertiefende multiperspektivische Einblicke in die aktuellen Zusammenhänge von Rassismus und Antisemitismus, um ein tieferes Verständnis für diese komplexen Themen zu entwickeln.
- Sensibilisierung für die Auswirkungen auf betroffene Menschen in Deutschland: Auseinandersetzung mit den Themen antipalästinensischer Rassismus/antimuslimischer
Weitere Informationen
Funkübertragungsanlage (FM-Anlage) für hörbehinderte Menschen
Bei der Universitätsstadt Marburg kann eine Funkübertragungsanlage genutzt werden, um in akustisch schwierigen Hörsituationen (im Störgeräusch oder auf Distanz) verstehen zu können. Diese Anlage ist vor allem für Menschen mit Hörbehinderungen gedacht und von Vereinen und weiteren externen Veranstalter*innen bei der Stadt Marburg ausleihbar.
Die FM-Anlage ist im Beratungszentrum mit integriertem Pflegestützpunkt (BiP), Am Grün 16, beim Fachdienst Altenplanung unter Tel. 06421 1664650 anzufragen.
Quelle:
Fachdienst 16 - Referat für Gleichberechtigung, Vielfalt & Antidiskriminierung der Universitätsstadt Marburg
Trans Day of Remembrance
Jedes Jahr findet am 20. November der Trans Day of Remembrance (TDoR) statt, an dem den weltweiten Opfern von Transfeindlichkeit gedacht wird. Der TDoR wurde 1999 initiiert, um Rita Hester zu gedenken – einer afroamerikanischen trans Frau, die 1998 gewaltvoll erstochen wurde.
Der TDoR dient vor allem dazu, sich an die ermordeten trans Menschen zu erinnern, sie zu würdigen und ihnen zu gedenken. Auf Community-Veranstaltungen und -Gedenkfeiern werden die Namen der Opfer vorgelesen und Schweigeminuten gehalten. Der Tag soll aber auch allgemein auf transfeindliche Gewalt und Diskriminierung aufmerksam machen sowie zum Schutz und zur Stärkung der Rechte aller trans Menschen aufrufen.
Gerade in den letzten Jahren wurde deutlich, dass Anfeindungen und staatliche Repressionen gegenüber trans Menschen zunehmend gesellschaftliche Zustimmung finden. Die Zahl gemeldeter Angriffe ist auch in diesem Jahr wieder deutlich gestiegen - und es kann von einer hohen Dunkelziffer ausgegangen werden. Umso wichtiger ist es, gemeinsam gegen jede Form von Transfeindlichkeit und für die Rechte und Selbstbestimmung aller trans und queeren Menschen zu kämpfen.
Quelle: LBST*IQ-Netzwerk Südhessen, Träger: vielbunt e. V.
Inklusion ermöglichen – die Rolle des datenbasierten kommunalen Bildungsmanagements in der Umsetzung der UN-Behinderten-Rechts- Konvention mit Prof. Dr. Albrecht Rohrmann
Wann? am Freitag, 5. Dezember 2025, 9:00 bis 10:30 Uhr
Wo? Online
Im Mittelpunkt derr Veranstaltung steht die Frage, wie das datenbasierte kommunale Bildungsmanagement (DKBM) zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) beitragen kann. Den fachlichen Impuls gibt Prof. Dr. Albrecht Rohrmann vom Zentrum für Planung und Entwicklung der Universität Siegen (ZPE). Als Experte ist er an der Umsetzung des Projekts „Behindertenrechtskonvention in den Kommunen“ beteiligt.
Aus der kommunalen Praxis berichtet Bildungskoordinatorin Dr. Simone Mazari (Fachstelle Bildungskoordinierung und Beratung, vhs Offenbach) über den Aktionsplan Inklusion der Stadt Offenbach. Im Anschluss an die Impulse aus Wissenschaft und Praxis wird mit Ihnen diskutieren, welche Anknüpfungspunkte und Synergien sich zwischen Inklusionsplanung und DKBM ergeben und welche praktischen Erfahrungen Sie bereits in Ihren Kommunen gemacht haben. Die Veranstaltung steht allen am datenbasierten kommunalen Bildungsmanagement interessierten kommunalen Fach- und Führungskräften sowie weiteren Interessierten offen.
Weitere Infos und den Link zur Anmeldung finden Sie auf der Veranstaltungsseite:
Bitte melden Sie sich bis einschließlich Freitag den 28. November 2025 an. Wir freuen uns über Ihre Anmeldung. Bei Fragen oder Anregungen wenden Sie sich jederzeit gerne an:
Telefon: 069 27224-732
E-Mail: tamara.lochner@involas.com
Webseite: www.involas.com
Große, deutschlandweite Befragung zu Diskriminierungserfahrungen in Deutschland
Herzlich Einladung zur Teilnahme und Unterstützung
Worum geht es?
Vom 12. November 2025 bis 28. Februar 2026 führt die Antidiskriminierungsstelle des Bundes die bislang größte Umfrage zu Diskriminierung in Deutschland durch.
Wer kann an der Umfrage teilnehmen?
An der Umfrage können alle Menschen ab 14 Jahren teilnehmen, die in Deutschland Diskriminierung erlebt haben. Die Teilnahme ist anonym, barrierearm und in vielen Formaten und Sprachen möglich.
In Zeiten, in denen gleiche Rechte für alle in Frage gestellt werden, ist eine große Beteiligung an der Umfrage wichtiger denn je. Deshalb möchte ich Sie bitten, uns zu unterstützen, Diskriminierung in Deutschland sichtbarer zu machen.
Wir freuen uns, wenn Sie dabei sind!
Alle wichtigen Informationen und den Online-Fragebogen finden Sie hier:
www.diskriminierung-umfrage.de
Fachtag "Antimuslimischer Rassismus in Behörden"
Donnerstag den 27.November
10:00 - 18:00 Uhr
stadtRAUMfrankfurt
Mainzer Landstraße 293
60326Frankfurt am Main
Das Amt für multikulturelle Angelegenheiten der Stadt Frankfurt am Main und CLAIM laden herzlich zur Fachveranstaltung "Antimuslimischer Rassismus in Behörden: Herausforderungen und Handlungsperspektiven – Impulse und Praxisansätze für eine rassismussensible Verwaltung" am 27. November 2025 in Frankfurt am Main ein.
Unsere Gesellschaft ist von zunehmender Diversität und wachsender Pluralität geprägt. Damit verbunden wächst auch der Anspruch an öffentliche Institutionen, auf strukturelle Diskriminierung und insbesondere auf antimuslimischen Rassismus adäquat zu reagieren.
Verwaltungen und Behörden nehmen hierbei eine Schlüsselrolle ein: Sie sind nicht nur zur Sicherstellung des Gleichbehandlungsgrundsatzes verpflichtet, sondern häufig auch erste Anlaufstelle für Menschen, die von Diskriminierung betroffen sind.
Die Fachveranstaltung bietet Raum für Austausch, Vernetzung und Diskussion. Gemeinsam mit Expert:innen aus Verwaltung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft wollen wir u. a. folgende Fragen beleuchten:
- Welche Faktoren fördern eine rassismuskritische Verwaltung?
- Wie wird antimuslimischer Rassismus im behördlichen Kontext sichtbar?
- Welche kommunalen Ansätze gibt es bereits – und wo bestehen Leerstellen?
- Welche Rolle kann die Zivilgesellschaft bei der Weiterentwicklung öffentlicher Institutionen spielen?
Das Programm finden Sie hier: Programm herunterladen (PDF)
Anmeldung:
Bitte melden Sie sich bis zum 10. November 2025 für die Fachveranstaltung an. Hier geht's zum Anmeldeformular.
Die Veranstaltung wird gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration zugleich Beauftragten für Antirassismus.
Wir freuen uns auf eine inspirierende Konferenz und hoffen, Sie im November persönlich begrüßen zu dürfen.
CLAIM gGmbH in Kooperation mit
Amt für multikulturelle Angelegenheiten – Ombudsstelle Antidiskriminierung, Frankfurt am Main
"Die Adinet Buchempfehlung"
In unserer Rubrik "Die AdiNet Buchempfehlung" stellen wir jeden Monat Bücher vor, mal älter, mal brandneu aber auf jeden Fall wichtige Werke für aktuelle Debatten.
Dr. med. Alicia Baier
Das Patriarchat im Uterus
- Ein Plädoyer für körperliche Selbstbestimmung
Weltweit ist jede vierte Frau einmal in ihrem Leben selbst betroffen, trotzdem halten sich die Mythen und Falschinformationen rund um das Thema Schwangerschaftsabbruch hartnäckig. Die Folge: Unkenntnis, Tabuisierung und Stigmatisierung. Zugleich ist gerade erst ein Vorhaben für die Legalisierung von Abtreibungen kurz vor dem Ziel im Bundestag ausgebremst worden.
In ihrem Buch erklärt Dr. med. Alicia Baier, Ärztin in der Gynäkologie und Gründerin von Doctors for Choice Germany, die medizinischen und politischen Grundlagen.
Dr. med. Alicia Baier mit einem hochaktuellen Plädoyer für körperliche Selbstbestimmung.
Dabei wird klar: Die aktuelle rechtliche Regelung in Deutschland verursacht nicht nur große Probleme in der medizinischen Praxis, sondern folgt auch patriarchalen Mustern und ist ein Einfallstor für rechte Ideologien.
Lücken im Medizinstudium, Bevormundung per Gesetz und Vorurteile statt ärztlicher Professionalität sind dabei nicht aus einem luftleeren Raum entstanden. Mit viel Empathie und großer Expertise zeigt Baier, warum dies eine Geschichte von Macht und Entmündigung ist. Und sie macht deutlich, was sich in Gesellschaft, Medizin und Politik ändern muss, damit gebärfähige Menschen selbst über ihre Körper bestimmen können. So wird klar: Das Thema geht uns alle an.
Ein Muss für alle, die sich für Feminismus, reproduktive Rechte und Geschlechtergerechtigkeit interessieren.
Ozan Zakariya Keskinkılıç
Hundesohn
Dies ist eine Liebesgeschichte. Sie spielt im Juni, im Juli, im August in Adana, dreitausend Kilometer weit weg von Berlin. In Berlin lebt Zeko. Hier trifft er Männer in Parks und Cafés, auf Dating-Apps und vor der Moschee. Doch jedes Mal, wenn sich ihre Lippen berühren, reißen ihn die Gedanken zurück zu Hassan, dem Nachbarsjungen in Adana, den Dede, sein Großvater, immer nur »Hundesohn« nennt. Zeko kennt das laute Viertel, den Staub in den Gassen nur aus den Sommerferien. Dann stirbt Dede an einem Herzinfarkt. Aber Zeko will nicht vergessen, nicht den Großvater, der alten Männern die Sorgen aus dem Bart schnitt und auf Arabisch sang, nicht die religiösen Rituale und den Geschmack von Bamya. Und vor allem nicht Hassan.
»In neun Tagen werde ich Hassan wiedersehen«, wiederholt er wie ein Mantra: beim Freitagsgebet, in der Therapiesitzung, im Prinzenbad, beim Mittagessen mit seiner besten Freundin Pari. Aber etwas ist geschehen, als Zeko und Hassan sich das letzte Mal sahen. Etwas, das immer heftiger heraufdrängt, je näher der Tag seiner Abreise kommt.
Hundesohn erzählt radikal und poetisch von Liebe und Begehren. Von der Euphorie und Verletzlichkeit, der Angst und dem Glück, wenn man liebt. Vom leisen Schrei und lauten Flüstern: am Küchentisch, in fremden Betten und im Gebet. Und vermisst dabei unsere zerrissene Gegenwart, über alle Grenzen von Ländern, Sprache und Körper hinweg.
"Die AdiNet-Podcast-Empfehlung"
In unserer Rubrik "Die AdiNet-Podcast-Empfehlung" stellen wir Podcasts vor. Dieses Mal:
Haus Eins
Feminismus für alle - Der Lila Podcast
Luisa L’Audace erlebt aufgrund ihrer angeborenen Behinderung schon ihr ganzes Leben Diskriminierungserfahrungen – als Frau und noch mal verstärkt als Frau mit Behinderung. Ableismus nennt sich diese Form der strukturellen Diskriminierung.
Lena geht mit Hilfe von Luisa der Frage nach, wieso Ableismus in feministischen Diskursen so oft vergessen – oder teilweise sogar reproduziert wird. Dabei geht es nicht nur um barrierearme Zugänge zu feministischen Veranstaltungen oder Demonstrationen, sondern auch um sexuelle Selbstbestimmung, Reproduktionsrechte und Fetischisierung.
(Stellen-)Ausschreibung
Streetworkerin und Beraterin für Frauen in der Prostitution (Marburg und Mittelhessen)
FIM – Frauenrecht ist Menschenrecht e.V. ist ein interkulturelles Beratungszentrum für Migrantinnen und ihre Familien in Frankfurt am Main. FIM unterstützt Frauen, die von Gewalt betroffen sind, sich in prekären Lebensverhältnissen befinden und Hilfe benötigen. Seit 2007 hat FIM ein Beratungsangebot für Frauen in der Prostitution in Marburg. Zudem ist FIM Koordinierungsstelle für die Opferschutzarbeit bei Menschenhandel in Hessen.
Für unsere Arbeit in Marburg und Hessen suchen wir ab sofort
eine Sozialarbeiterin/Sozialpädagogin / eine Frau mit vergleichbarer Qualifikation
für eine 25-30 Stundenstelle
Ihre Tätigkeiten/Aufgabenschwerpunkte
Aufsuchende Sozialarbeit (Streetwork) in Prostitutionsstätten Psychosoziale Beratung und Begleitung von Frauen in der Prostitution
Ihr Profil
- Abgeschlossenes Hochschul- oder Fachhochschulstudium
- Teamfähigkeit/Belastbarkeit
- Interkulturelle Kompetenz
- Flexibilität in der Arbeitszeiteinteilung
- Bereitschaft an verschiedenen Einsatzorten tätig zu sein
- Kenntnisse der bulgarischen, türkischen oder rumänischen Sprache von Vorteil
Wir bieten
- Eine interessante Tätigkeit in einer innovativen NGO im Kontext aktueller gesellschaftlicher und frauenrechtlicher Herausforderungen
- Eine angenehme Arbeitsatmosphäre in einem motivierten, interkulturellen Team
- Entwicklungsmöglichkeiten
- Vergütung in Anlehnung an den TVöD
- Zusatzkrankenversicherung
Bei Interesse freuen wir uns auf Ihre Bewerbung bis zum 30. November 2025 an: Encarni Ramírez Vega - encarni.ramírez@fim-beratungszentrum.de - www.fim-frauenrecht.de
Ideen, Vorschläge, Informationen ...
Unser Netzwerk lebt von Ihrem Mitwirken. Lassen Sie uns gerne Ideen, Veranstaltungshinweise etc. zukommen. Wir wollen Sie und Ihre Projekte unterstützen, Ihre Reichweite erhöhen und vielleicht zuvor noch unbekannte Akteur*innen bekannt machen und vernetzen.
AdiNet Mittelhessen
AdiNet Mittelhessen ist eines von vier regionalen Antidiskriminierungsnetzwerken in Hessen, die durch die Antidiskriminierungssstelle in Wiesbaden gefödert werden.
Unser Ziel ist der Zusammenschluss und die Kooperation möglichst vieler Akteur*innen der Antidiskriminierungsarbeit in der Region Mittelhessen.
Gemeinsam wollen wir Diskriminierung sichtbar machen und ihr entgegen treten.
Das Projekt AdiNet Mittelhessen wird getragen vom Landkreis Gießen und gefördert durch die Hessische Antidiskriminierungsstelle beim Hessischen Ministerium für Soziales und Integration.
Antidiskriminierung Mittelhessen e.V.
Der Antidiskriminierungsverein Mittelhessen e.V. wurde im Jahr 2019 in Gießen an der Lahn gegründet, mit dem Ziel, ein Netzwerk für Engagierte und Interessierte im Bereich der „Antidiskriminierung“ zu etablieren, um das Bewusstsein über Benachteiligungsformen und das Wissen über wirksame Gegenstrategien gemeinsam in die Breite zu tragen. Der Antidiskriminierungsverein Mittelhessen e.V. reagiert auf den Bedarf einer horizontal und mehrdimensional ausgerichteten Antidiskriminierungsarbeit. Er macht es sich zur Aufgabe, in regionaler und interkommunaler Zusammenarbeit ein niederschwelliges und wohnortnahes Unterstützungsangebot für Menschen in der Region Mittelhessen zu schaffen, die von Diskriminierung betroffen und bedroht sind, um sie zu ermutigen und in ihrer Handlungsfähigkeit zu stärken (Empowerment).