Veranstaltungshinweise
Komm mit auf die Reise - Antidiskriminierung intersektional erfahren
Ein Training gegen Diskriminierung im Rahmen der Antidiskriminierungskampagne "Hessen - Da geht noch was."
Am 30.09.2023 von 10:00 - 18:00 Uhr
In den Räumen des vhs-Haus Lich
Kreuzweg 33
35423 Lich
Eine Workshop auf Anregung der Künstler*innen für Menschenrechte.
Was erwartet dich?
Das Training macht dich fit rund um die Themen Antidiskriminierung und Intersektionalität.
Es bietet:
- Wissensvermittlung: Was bedeutet Intersektionalität? Welche Formen von Mehrfachdiskriminierung gibt es? Was steht im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG)?
- Praktische Hilfe: Welche Rechte habe ich? Wie kann ich mich und andere vor Diskriminierung schützen?
- Übungen zur Selbstreflexion: Was sind meine Privilegien? Wie kann ich sie zum Wohl von anderen nutzen?
- Analyse von Fallbeispielen: Wie äußern sich unterschiedliche Diskriminierungsformen und was kann man dagegen tun?
- Engagement: Wie kannst du dich gegen Diskriminierung einsetzen?
- Networking: Kontakte zu Selbstorganisationen und Infos zum Weiterlesen
Hintergrund-Info:
Ob du keinerlei Vorwissen mitbringst, ob du Fachkenntnisse zu einer bestimmten Diskriminierungsform hast, ob du selbst Diskriminierung erlebst oder beobachtet hast – das Thema auf intersektionale Weise zu behandeln, schafft mehr Sensibilität und überraschende Aha-Erlebnisse.
Du erweiterst deine Perspektive, gewinnst aufschlussreiche Erkenntnisse und viele neue Einblicke.
Das Training ist kostenfrei. Um Anmeldung wird gebeten.
Sara Mardini - gegen den Strom (Wie geht Peacebuilding vor der Haustür?)
Capitol Marburg
24.08.2023, Einlass 15:45 Uhr, Beginn 16:00 Uhr. Bis 19:00 Uhr. Eintritt frei.
Up's, das hat weh getan! Empowerment Workshop für BIPoC Eltern/Bezugspersonen
Wir laden Sie herzlich ein zu unsrem Workshop "Empowerment für Eltern/Bezugspersonen". Kinder und Jugendliche nichtdeutscher Herkunft befinden sich oft in einem "Hybridzustand". Sie werden in Deutschland geboren, sehen Deutschland auch als ihre Heimat und alleinigen Wohnort, den sie kennen. Sie sprechen die Sprache von klein auf und fühlen sich zugehörig. Im Laufe der Zeit erleben sie oft, dass etwas "anders" oder "defizitär" an ihnen sein soll. In vielen Situationen geraten sie in Rechtfertigungs- und Verteidigungspositionen, obwohl ihre Identität für sie ganz normal und nicht "anders" ist.
Indem sie aber ständig als "die anderen" wahrgenommen werden, nehmen BIPoC oft hin, dass sie nie richtig zugehörig sein werden und bezeichnen sich selbst nicht mehr als deutsch. In diesem Workshop wollen wir auf diese und ähnliche Situationen aus dem Leben von Kindern und Jugendlichen eingehen. Zusätzlich werden in diesem Workshop weitere mögliche Anlauf- und Beratungsstellen in der Region vorgestellt.
Melden Sie sich jetzt für unseren Workshop "Empowerment für BIPoC Eltern und Bezugspersonen" an. Wir freuen uns auf Sie!
Zielgruppe: Dieses Angebot richtet sich an Eltern/Bezugspersonen - BIPoC (Black, Indigenous and People of Color), die sich von Diskriminierung und Rassismus betroffen sehen.
- Termin: Dienstag, 29.08.2023
- Uhrzeit: 17:30 Uhr - 20:00 Uhr
- Ort: Bachweg 9, 35398 Gießen
- Kosten: Keine
- Trainerinnen: Sarah Karjee und Nadya Homsi
- Gast: Leila Seidel (Antidiskriminierung Mittelhessen e.V.)
- Ansprechpartnerin: Nadya Homsi
Die Veranstaltung findet in deutscher Sprache statt. Punktuell kann in Tigrinya und Arabisch übersetzt werden.
Falls Sie wegen besonderer Einschränkungen Unterstützung brauchen, wie z.B. (Gebärden-)Dolmetschen oder Begleitung wegen Sehbehinderung, teilen Sie uns dies bitte frühzeitig mit.
Diese Veranstaltung ist eine Kooperationsveranstaltung der Jugendförderung "Fachstelle für Demokratie und Tolernaz" und des AdiNet Mittelhessen.
Lichtblicke gegen Einsamkeit. Freizeitpatenschaften für allein lebende Senior*innen
Nächste Ehrenamtsschulung beginnt am 29.08.2023
Mehr Informationen unter: dabeibleiben@freiwilligenzentrum-giessen.de
Rechtsextremismus und Rassismus bekämpfen. Podium zur Landtagswahl
Dienstag, 5. September, 19:30 Uhr im Haus am Dom in Frankfurt und online
Die Morde von Hanau und an Walter Lübcke machen Hessen zu einem Hotspot rassistischer Gewalt. Das breite zivilgesellschaftliche Bündnis "Demokratie stärken" hat vor diesem Hintergrund Forderungen an die Landespolitik aufgestellt. Diese werden mit Vertreter*innen der demokratischen Parteien diskutiert:
Thomas Hering (CDU), Tarek Al-Wazir (Bündnis 90/Die Grünen), Günter Rudolph (SPD), Dr. h.c. Jörg-Uwe Hahn (FDP), Jan Schalauske (Die Linke)
Eintritt frei, Anmeldung nicht erforderlich
Veranstaltende: agah-Landesausländerbeirat, Aufstehen gegen Rassismus, Bildungsstätte Anne Frank, Der Paritätische Hessen, GEW Hessen, Hessischer Flüchtlingsrat, Sinti und Roma Hessen, Landesfrauenrat Hessen, VVN-BdA, Natur-Freunde Hessen, Zentralrat der Muslime Landesverband Hessen, Verband binationaler Familien und Partnerschaften.
Begleitetes Dialog-Format "Lasst uns reden" mit Thema "Gendersternchen, politisch korrekte Sprache... wie siehst du das?"
Am Sonntag, den 10. September von 10:00 - 12:00 Uhr
im Oberhessischen Museum, Brandplatz 2, Altes Schloss, 35390 Gießen
Schön, dass Du Dich auf dieses Dialog-Format einlassen möchtest, mit dem wir einen respektvollen und wertschätzenden Rahmen für unterschiedliche Perspektiven auf ein bestimmtes Thema bieten.
Damit wir interessante Gesprächs-Duos zusammenstellen können, bitten wir darum, bei Anmeldung direkt einige Fragen zu beantworten.
Wir werden Deine Antworten zu den Fragen für die Zusammenstellung der Gesprächs-Tandems verwenden und nicht weitergeben.
Wir wünschen Dir einen schönen Sommer und freuen uns darauf, Dich am 10. September bei "Lasst uns reden" persönlich zu treffen.
Das Team von "Lasst uns reden" – Eine Kooperation von EMPATHICO, Stiftung Anstoß, Freiwilligenzentrum für Stadt und Landkreis Gießen e.V., Potluck – Weiterbildung für kulturelle Vielfalt, Oberhessisches Museum & dem Büro für Integration der Stadt Gießen.
Demokratiefest Reiskirchen
Samstag, 16. September, 11 - 17 Uhr, Sportgelände TSG Reiskirchen (Grünberger Straße)
- Workshops (Graffiti, Theater, Antidiskriminierungstraining)
- Vereine aus Reiskirchen stellen sich vor
- KIDS gestalten KuNsT-WeRkStArT. Kinder- und Jugendbüro Reiskirchen; Hüpfburg, Wasserspaß, Glitzertattoos
- Moderation und Interviews mit Behzad Borhani
- Ausstellung "Normal[l]. Dein Normal - mein Normal
- Essen und Getränke
Eintritt frei
Veranstaltende: Dabei Sein in den Gießener Lahntälern - Partnerschaft für Demokratie mit Kooperationspartner*innen
Jahreskongress der Melde- und Informationsstelle Antiziganismus (MIA)
19. September 2023, Urania Berlin
Am 19. September findet in der Urania in Berlin der erste Jahreskongress der Melde- und Informationsstelle Antiziganismus (MIA) statt! Auf der Tagung wird der breiten Öffentlichkeit der erste MIA-Jahresbericht vorgestellt und anschließend auf zwei Panels mit Fachexpert*innen und Aktivist*innen zum Thema Antiziganismus in Deutschland und neueste Entwicklungen diskutiert.
Weitere Informationen
Seit November 2021 gibt es die Beratungsstelle des Vereins Antidiskriminierung Mittelhessen. Seitdem haben bisher über 70 Beratungsgespräche stattgefunden und ein Netzwerk mit anderen Beratungsstellen und Organisationen wird kontinuierlich geknüpft. Aktuell ist zudem ein eigenes Beratungsteam im Aufbau, dass Leila Seidel als Verantwortliche für die Beratung in ihrer Arbeit in Zukunft unterstützen wird.
Die Antidiskriminierungsberatung richtet sich an Menschen, die Diskriminierung erlebt haben – unabhängig von der Art der Benachteiligung oder den Merkmalen, auf die sich die Diskriminierung bezieht – und steht allen Menschen in den Städten und Landkreisen Gießen und Marburg/ Marburg-Biedenkopf offen.
Das Angebot ist unabhängig, vertraulich, kostenlos und steht an der Seite der Betroffenen.
In der Beratung suchen wir gemeinsam nach individuellen Handlungsmöglichkeiten, um auf Diskriminierungserfahrungen zu reagieren. Wir entwickeln dazu Strategien, die sich an den Bedarfen und Zielen der Ratsuchenden orientieren und die Beratungsstelle kann dabei die einzelnen Schritte begleiten. Ziel einer Antidiskriminierungsberatung ist immer die Stärkung und Ermutigung jener, die Diskriminierung erfahren haben. Wie der Weg dorthin aussieht, kann sehr unterschiedlich sein.
Das Unterstützungsangebot der Beratungsstelle umfasst:
- Rechtliche Ersteinschätzung
- Weitervermittlung zu spezialisierten Angeboten
- Begleitung bei Vermittlungsgesprächen, in Briefkontakten mit Verantwortlichen u.ä.
- Dokumentation von Diskriminierungserfahrungen
- Öffentlichkeitsarbeit
Um einen Termin für ein Erstgespräch zu vereinbaren, oder bei Fragen zur Beratungsstelle, wenden Sie sich gerne an Leila Seidel:
Telefonisch unter 0157 5298 44 32 oder per Mail an seidel@antidiskriminierung-mittelhessen.de ist die Beratungsstelle montags bis mittwochs erreichbar. Beratungstermine können in Marburg, Gießen sowie bei Bedarf an anderen Orten oder online stattfinden.
kiss/AHF: Beratung und Hilfe für TRANS* Sexworker*innen
Beratung und Unterstützung für Trans*:
- zur medizinischen Versorgung
- bei Anträgen und Formularen
- rund um die Transition
- bei sexuell übertragbaren Infektionen
- bei psychischen Kristen
- Telefon: 069 40586869
- Mobil: 0176 87653399
- Mail: kiss@ah-frankfurt.de
Förderung Hessischer Aktionsplan für Akzeptanz und Vielfalt - Förderung für Kleinprojekte ("APAV Mini")
Für die Haushaltsjahre 2023 und 2024 stehen im Haushaltsplan des Landes Hessen u. a. Mittel zur Förderung von Maßnahmen zur Verfügung, die zur Erreichung der Ziele des „Hessischen Aktionsplans für Akzeptanz und Vielfalt“ (APAV) beitragen. Hiervon sind für die Förderung von Kleinprojekten („APAV Mini“) insgesamt 168.750 Euro vorgesehen, die sich auf die Haushaltsjahre wie folgt verteilen:
- Haushaltsjahr 2023: 75.000 Euro
- Haushaltsjahr 2024: 75.000 Euro
- 1. Quartal des Haushaltsjahrs 2025: 18.750 Euro
Die Ausschreibung „APAV Mini“ richtet sich insbesondere an kleinere Organisationen mit keinen oder geringen Erfahrungen in der Antragstellung und Abwicklung von Projekten (z.B. mit Förderprogrammen des Bundes oder der Europäischen Union). Gesucht werden deshalb vorrangig kreative und innovative Projektvorschläge mit regional begrenzter Reichweite und begrenztem Umfang, die insbesondere darauf abzielen, die Sichtbarkeit von sexueller und geschlechtlicher Vielfalt im ländlichen Raum zu stärken.
Antragsberechtigt sind Landkreise, kreisfreie Städte und Sonderstatusstädte, Gemeindeverbände, Gemeinden, Vereine, Institute, Universitäten und Hochschulen sowie freie und andere rechtsfähige Träger/Trägerinnen, die an einer Zusammenarbeit mit oder in Community-basierten Strukturen und Angeboten interessiert sind. Anträge können spätestens bis zum 31.10. des jeweiligen Bewilligungsjahres gestellt werden. Der Förderbedarf muss mindestens 500 Euro betragen und darf 2.500 Euro nicht übersteigen.
Die Projektdurchführung soll im jeweiligen Haushaltsjahr abgeschlossen sein; eine Förderung überjähriger Projekte ist nicht möglich.
Aufzeichnung der Online-Veranstalung "Moldau: Ein Sicheres Herkunftsland für Roma?"
Am 11. Juli 2023 fand eine erfolgreiche und gut besuchte Online-Veranstaltung mit Elena Sirbu von der Roma Women's Platform Romni aus Moldau und Emily Barnickel vom Flüchtlingsrat Berlin statt. Die Aufzeichnung der Veranstaltung kann auf der Facebook-Seite des RAN angeschaut werden.
Die Kampagne wird unter anderen vom Kreisausländerbeirat des Landkreis Gießen und dem Antidiskriminierungsverein Mittelhessen e.V. unterstützt.
19.07.2023 Pressemitteilung der Unabhängigen Bundesbeauftragten für Antidiskriminierung
Ataman: Deutschland hat eines der schwächsten Antidiskriminierungsgesetze in Europa.
Schutz vor Diskriminierungen soll verbessert werden und künftig auch wegen der Staatsangehörigkeit, wegen Fürsorgeverantwortung und wegen des sozialen Status gelten.
Klagemöglichkeiten sollen durch Verbandsklagerecht und Verkürzung der Fristen deutlich erleichtert werden.
Die Unabhängige Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung, Ferda Ataman, will Menschen in Deutschland besser vor Diskriminierung schützen. Dazu legte Ataman am Mittwoch in Berlin ein Papier mit Vorschlägen für die Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) vor. Das Papier soll die Grundlage für die AGG-Reform darstellen, die von den Regierungsparteien im Koalitionsvertrag angekündigt wurde.
„Deutschland hat eines der schwächsten Antidiskriminierungsgesetze in Europa. Seit der Einführung des AGG im Jahr 2006 gab es keine Verbesserungen beim Diskriminierungsschutz“, sagte Ataman. Es sei an der Zeit, dass Deutschland ein Antidiskriminierungsrecht bekomme, das modernen und europäischen Standards entspreche. „Ich habe das Grundlagenpapier zur AGG-Reform an den Bundesminister der Justiz übersandt und gehe davon aus, dass die dort aufgeführten Punkte maßgeblich für die anstehende Reform sein werden“, ergänzte Ataman.
Laut Koalitionsvertrag will die Bundesregierung „Schutzlücken schließen, den Rechtsschutz verbessern und den Anwendungsbereich ausweiten“. Zu diesen Einzelpunkten legte die Antidiskriminierungsbeauftragte nun konkrete Vorschläge vor.
So will sie erstens die Diskriminierungsmerkmale in § 1 AGG erweitern. Bislang heißt es dort: „Ziel des Gesetzes ist, Benachteiligungen aus Gründen der Rasse oder wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität zu verhindern oder zu beseitigen“. Ataman will die genannten Merkmale künftig um „Staatsangehörigkeit“, „sozialer Status“ und „familiäre Fürsorgeverantwortung“ erweitern.
Zudem soll die veraltete Formulierung „aus Gründen der Rasse“ ersetzt werden durch „aufgrund rassistischer Zuschreibungen“.
Zweitens soll der Anwendungsbereich in § 2 AGG auf staatliches Handeln des Bundes ausgeweitet werden. Bisher regelt das AGG nur Diskriminierungen im Arbeitsleben und bei so genannten Massengeschäften in der Privatwirtschaft. „Der Staat ist ein Vorbild. Es kann nicht sein, dass an ein Wirtschaftsunternehmen oder an einen Supermarkt höhere Maßstäbe angelegt werden als an Ämter, die Polizei oder die Justiz“, sagte Ataman.
Drittens sollen die Klagemöglichkeiten für Betroffene deutlich vereinfacht werden. Dazu sollen ein Verbandsklagerecht für Antidiskriminierungsverbände sowie eine Klagemöglichkeit für die Antidiskriminierungsstelle geschaffen werden. Außerdem plädiert die Unabhängige Bundesbeauftragte für eine deutliche Verlängerung der Fristen, in denen Menschen Ansprüche wegen Diskriminierungen geltend machen können, auf künftig 12 Monate. „Das AGG macht es Menschen, die Diskriminierung erleben, schwer, dagegen vorzugehen und sich zu wehren “, sagte Ataman. „Gerichtsverfahren sind oft langwierig und teuer und Menschen müssen die Kosten und Risiken alleine tragen. Mit besseren Klagemöglichkeiten, wie wir sie vorschlagen, läge die Last des Prozesses nicht mehr allein bei den Betroffenen.“
Ataman schlägt im Grundlagenpapier insgesamt 19 Maßnahmen vor. Dazu zählen beispielsweise auch ein Verbot für diskriminierende Wohnungsanzeigen, die Ausweitung des Schutzes vor sexueller Belästigung auf den zivilrechtlichen Bereich oder für Freiberufler, der zum Beispiel in der Kultur- und Medienbranche mehr Menschen vor Diskriminierungen schützen würde.
Sebastian Bickerich
Pressesprecher
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Antidiskriminierungsstelle des Bundes
Glinkastraße 24, 10117 Berlin
Telefon: 030 18555-1805
Fax: 030 18555-41855
E-Mail: sebastian.bickerich@ads.bund.de
Internet: www.antidiskriminierungsstelle.de
"Die AdiNet Buchempfehlung"
In unserer Rubrik "Die AdiNet Buchempfehlung" stellen wir jeden Monat Bücher vor, mal älter, mal brandneu aber auf jeden Fall wichtige Werke für aktuelle Debatten.
Matthew A. Cherry: Hair Love
“Sie haben einen eigenen Willen, sind mal kringelig, mal krauselig – aber immer wunderschön: Zuri liebt ihre Haare, denn die haben echte Superkräfte. Eines Morgens wacht sie auf und weiß, dass heute ein besonderer Tag ist. Da muss ihre Frisur perfekt sitzen. Doch das Frisieren will nicht so recht klappen und auch ihr Papa ist zunächst ratlos. Ob es ihr fürsorglicher Vater schaffen wird, Zuri für diesen wichtigen Tag vorzubereiten und ihre Afro-Haare zu flechten?
- Kinderbuch über Diversität & die Vielfalt widerspenstiger Haare mit schwarzen Hauptprotagonisten
- Bricht Gendernormen und zeigt, dass auch Papas ihre Kinder frisieren können
- Kinder emotional stärken: Festigt Selbstbewusstsein und Selbstliebe
- Fröhlich und modern illustriert von NYT-Bestseller-Star Vashti Harrison
- Übersetzt aus dem Englischen von Moderatorin Aminata Belli
- Bilderbuch über Gefühle, Geborgenheit und Elternliebe für Kinder ab 4 Jahren
- So schön sind Afro-Haare & Locken! Diese Vater-Tochter-Beziehung stärkt das Selbstbewusstsein
Lydia Meyer: Die Zukunft ist nicht binär
Es gibt nur zwei Geschlechter? Von wegen!
Menschen sind mehr als entweder oder. Dennoch sind unsere Sprache, unsere Medien, unser Alltag von der Annahme geprägt, es gebe nur zwei Geschlechter, die einander binär gegenüberstehen.
Werbung, Spielzeug, Kleidung und Geschichten, Er- und Beziehungsmodelle, sogar Algorithmen und die Wissenschaften – unsere gesamte Kultur ist davon durchzogen. Im Alltag begegnet uns die Zweigeschlechterordnung überall: im Sport, beim Klamottenkaufen, auf öffentlichen Toiletten und beim Bürgeramt, beim Dating und auf Social Media.
Doch das Zweigeschlechtersystem ist nicht nur unvollständig, es schließt auch aus. Für viele Menschen passt es nicht. Es fühlt sich falsch an. Das Wissen darum und die mediale Aufmerksamkeit nehmen zu. Doch mit steigender Sichtbarkeit werden auch trans- und queerfeindliche Stimmen lauter und versuchen mit aller Kraft, die binäre Geschlechterordnung zu verteidigen. Dabei steckt in der Überwindung des starren binären Systems emanzipatorisches Potenzial für alle Menschen.
Was wären wir ohne Zweigeschlechterordnung? Können wir sie überwinden? Was hätten wir davon? Ein Buch für alle, die es wagen wollen, alte Normen und Zwänge hinter sich zu lassen.
Verlag: rororo - Rowohlt Taschenbuchverlag
Die AdiNet-Podcast-Empfehlung
In unserer Rubrik "Die AdiNet-Podcast-Empfehlung" stellen wir von Zeit zu Zeit Podcasts vor. Dieses Mal:
Deutschlandfunk Kultur "Mehr Demenzkranke: Wie umgehen mit dem Vergessen?"
Oft beginnt es damit, dass man sich neue Informationen nicht mehr merken kann. Bis zur Diagnose „Demenz“ ist es meist noch ein beschwerlicher Weg. Heilbar ist die Krankheit bis heute nicht. Doch neue Therapien mit Antikörpern könnten Hoffnung machen.
Hör mal Marburg. Marburg im August
In dieser Folge hörst du die neuesten Infos aus den Pressemitteilungen der Stadt Marburg sowie eine Auswahl an Tipps für Kulturveranstaltungen
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