Veranstaltungshinweise
AN.GE.KOMMEN im ZIBB - Einladung zum gemeinsamen Kulturabend
22.09.23, 17 bis 22 Uhr
- Musik zum Zuhören und Tanzen
- Mitmachaktionen für Groß und Klein
- Viel Raum für Begegnung und kulturellen Austausch
Wanderausstellung "Wo hatte man eine solche Entwürdigung verdient? So begegnete man keinem Vieh." - Mittelhessische Frauen im Konzentrationslager Ravensbrück
Ausstellungseröffnung: Donnerstag 28.09. um 19 Uhr im Netanya-Saal, Oberhessisches Museum, Altes Schloss/Brandplatz.
Veranstaltende: Oberhessisches Museum, Fachbereich 03, der JLU Gießen.
Save The Date: Tacheles! #4 - Marburg, lass uns reden.
- Was: Vernetzungskonferenz zu den Themen Antirassismus und Demokratiefeindlichkeit mit Vortrag und moderierten Arbeitsgruppen.
- Wann: 07.10.2023, 14-18 Uhr
- Wo: Technologie- und Tagungszentrum, Softwarecenter 3, 35037 Marburg
Themenschwerpunkte:
- Antimuslimischer Rassismus
- Eltern von Kindenern mit Diskriminierungserfahrung
- Queerfeindlichkeit
- Rassismus und Gesundheit
Bei Fragen und zum Programm: Milan Bachem, DEXT-Fachstelle, milam.bachem@marburg-stadt.de
Veranstalter: Marburg Macht Mit
Infoveranstaltung "Muslimisches Leben in Gießen I Gesellschaftliche Entwicklung - Persönlicher Lebensweg - Aktuelle Herausforderungen durch antimuslimische Haltung"
Muslim*innen leben bereits seit über 60 Jahren in Deutschland. In mehreren Generationen sind sie Teil des Alltags geworden. Islamfeindlichkeit ist eine der zentralen Herausforderungen in der Gestaltung des Zusammenlebens. Im öffentlichen Raum sind abwertende und vereinheitlichende Darstellungen von Muslim*innen wahrzunehmen und scheinen sich zu verfestigen. Darüber hinaus berichten Menschen, die als Muslim*innen wahrgenommen werden, von Rassismuserfahrungen im Alltag, in Schulen, auf dem Wohnungs- und Arbeitsmarkt, in Behörden, im Gesundheitswesen und vielen anderen Orten. Diskriminierung, strukturelle und auch institutionelle Ausschlüsse gehören zur Lebensrealität. Es kommt zudem immer wieder zu islamfeindlichen Straftaten wie Anschläge auf Moscheen, Schmierereien und ähnliche Vorfälle – bis hin zu Morden.
Dr. Halit Aydin, Vorstandsmitglied in der Christlich Islamischen Gesellschaft in Gießen e.V., in der Jüdisch-Islamischen Gesellschaft e.V. sowie Mitglied im Rat der Religionen, berichtet mit Blick auf seinen persönlichen Lebensweg über gesellschaftliche Entwicklungen und aktuelle Herausforderungen durch antimuslimische Haltung in Teilen der Bevölkerung.
Termin: Dienstag, 17.10.2023
Uhrzeit: 18:00 bis 21:00 Uhr
Anmeldeschluss: 09.10.2023
Ort: Jugend- und Kulturzentrum Jokus, Ostanlage 25 a, 35390 Gießen
Kosten: kostenlos, Anmeldung nötig
Leitung: Dr. Halit Aydin (Vorstandsmitglied in der Christlich-Islamischen Gesellschaft in Gießen e. V. und in der Jüdisch-Islamischen Gesellschaft e. V. sowie Mitglied im Rat der Religionen)
Bundesweites Bündnis und Stadt Marburg laden ein zum Aktionstag gegen Sexismus
Der Aktionstag gegen Sexismus am 04.November 2023 wird um 10.00 Uhr im Historischen Rathaussaal, Rathaus Markt 1, mit Grußworten von Stadträtin Kirsten Dinnebier eröffnet. Fußballtorhüterin und Olympiasiegerin Almuth Schult wird in einer Keynote über Sexismus im Sport sprechen. Weitere Sichtweisen auf Formen von Sexismus werden Fikri Anıl Altıntaş, Khola Maryam Hübsch und von Wendo Marburg e.V. auf dem Podium beitragen. Durch das Gespräch wird Moderatorin Prasanna Oommen führen.
Verschiedene Perspektiven durch Fachinputs und Workshops
Von 11.45 Uhr bis 13.00 Uhr finden drei parallele Fachinputs zu Sexismus am Arbeitsplatz, Sexismus im öffentlichen Raum und Sexismus im Sport statt.
Unter anderem wird die Kultur- und Literaturwissenschaftlerin Hannah Klümper aus ihrem Buch „CatCalls – Auch Worte sind Belästigung“ lesen. Sie wird vorstellen, wo Sexismus im öffentlichen Raum vorkommt, wer davon betroffen ist, und wie man sich dagegen behaupten kann.
Julia Hollnagel, Pressesprecherin von Athletinnen D bei Athleten Deutschland e.V., gibt einen Einblick über Sexismus im Spitzen- und Breitensport. Am darauffolgenden Austausch in lockerer Runde nehmen die Fußballerin und Olympiasiegerin Almuth Schult und Spielerinnen der 1. Bundesliga Basketballmannschaft BC Marburg teil.
In der Workshop-Phase von 13.45 Uhr bis 15.15 Uhr werden die Fachinputs weiter vertieft. Angeboten werden ein Workshop zu feministischer Selbstbehauptung im öffentlichen Raum mit Wendo Marburg e.V. und ein Workshop zur Prävention von sexualisierter Gewalt im Sport von pro familia Marburg.
Die Anmeldung für den Aktionstag am 4. November ist kostenfrei und bis zum 20. Oktober 2023 möglich über: gleichberechtigungsreferat@marburg-stadt.de
„Erinnern, mahnen, wachsam sein“ Veranstaltungsreihe rund um den 9. November
Die Reihe will mit mehreren Veranstaltungsangeboten an die Opfer des Holocausts erinnern und aufzeigen wie und wo sich nationalsozialistisches Gedankengut bis heute hält sowie Kompetenzen vermitteln, antisemitischem und diskriminierendem Verhalten entgegen zu treten.
Informationsveranstaltung „Antisemitisch grundierte Verschwörungsmythen und -erzählungen“ mit Rolf Schleyer vom Netzwerk für politische Bildung, Kultur und Kommunikation (NBKK).
Spätestens die Corona-Krise machte es deutlich: Verschwörungserzählungen können sich in Zeiten von Internet und sozialen Medien schnell verbreiten und viele Anhänger*innen gewinnen. Dabei sind sie häufig antisemitisch grundiert oder zumindest anschlussfähig für antisemitische Welterklärungsversuche – und mit jeder neuen Krise wird Antisemitismus unverhohlener geäußert und sichtbarer. Die Informationsveranstaltung geht den Fragen nach, wie Verschwörungsdenken funktioniert, was es mit Antisemitismus verbindet und wie Strategien im Umgang damit aussehen können.
Termin: Donnerstag, 16.11.2023, 18:00 bis ca. 21:00 Uhr
Anmeldung per E-Mail an dext@giessen.de nötig
Zur Anmeldung und weiteren Veranstaltungen
Queer durch's Dorf
Wir Laden alle Jugendlichen 16-27 Jahre zu unserem wöchentlichen LGBT'IQ+ Treffen in Biebertal ein. Euch erwartet ein sicherer Raum mit Spielen, Workshops und netten Menschen.
- Jeden Montag 18:30-20:00 Uhr
- Gießener Straße 2, Biebertal
Bei Fragen und sonstiges stehen wir jederzeit zu Verfügung.
Dominik (he/him): dominikceg24@gmail.com
In Kooperation mit der Jugendpflege der Gemeinde Biebertal
Weitere Informationen
Beratungs- und Präventionsstelle zu sexueller Gewalt
im Landkreis Limburg- Weilburg
Pro-aktive Beratung für Frauen und Mädchen mit Behinderungen „Gegen unseren Willen e.V.“ ist Teil des Projekts „Modellregionen für Hessen- Beratung für mich! Beratung vor Ort! Pro-Aktive Beratung für Frauen und Mädchen mit Behinderungen“ des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration.
Frauen mit Behinderung sind besonders gefährdet hinsichtlich der sexuellen Gewalt und haben wenig Möglichkeiten sich zur Wehr zu setzen. Das Projekt ermöglicht, die Bedarfe für Frauen und Mädchen mit Behinderungen in unserer Region zielgruppenspezifisch zu ermitteln und bestehende Angebote entsprechend zu erweitern und zu optimieren.
Außerdem sollen die Angebote barrierearm gestaltet werden und auch in leichter Sprache zur Verfügung stehen.
„Gegen unseren Willen“ bietet Beratungsgespräche und offene Sprechstunden für Betroffene wie auch Bezugspersonen an.
Kontakt
Telefon: 06431-92343
Email: kontakt@gegen-unseren-willen.de
Bürosprechzeiten
Mo, Di, Do und Fr 9-12 Uhr
Mo und Mi 13-16 Uhr
Beratungsgespräche
nach vorheriger Terminabsprache
Offene Sprechstunde
Mittwochs von 14-16 Uhr an.
Gegen unseren Willen e.V.
Diezer Straße 10
65549 Limburg
MIA
Antiziganistische Vorfälle können bei MIA nun auch per Anruf, WhatsApp und Sprachnachricht der Nummer: +491796632954 gemeldet werden!
Telefonsprechzeiten:
Mo.-Fr. 10-12:30 Uhr und 14-16:30 Uhr
Das Selbstbestimmungsgesetz ist da - große Ernüchterung?
Die Bundesregierung hat am 23.08.2023 den „Entwurf eines Gesetzes über die Selbstbestimmung in Bezug auf den Geschlechtseintrag und zur Änderung weiterer Vorschriften‟ im Kabinett beschlossen.
Während Verbände wie die Deutsche Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität e. V. (dgti) oder auch der Bundesverband Trans* e. V. (BVT*) zwar die Abschaffung der Diskriminierung durch das sogenannte „Transsexuellengesetz‟ (TSG) begrüßen, üben sie daran jedoch auch Kritik:
- Der Sinn der dreimonatigen Wartefrist, bis die Änderung nach Erklärung gegenüber dem Standesamt rechtskräftig wird, ist nicht nachvollziehbar.
- Sonderregelungen für Personen ohne deutsche Staatsangehörigkeit: Diese müssen eine Blaue Karte EU oder ein unbefristetes oder befristetes verlängerbares Aufenthaltsrecht besitzen, um Anspruch auf eine Änderung zu haben.
- Strafverfolgungs- und Sicherheitsbehörden erhalten automatisiert eine Mitteilung über die bisherigen und geänderten Vornamen und Geschlechtseinträge. Liegt den Behörden zu einer Person kein Datensatz vor, müssen die übermittelten Daten laut Gesetzestext allerdings unvermittelt gelöscht werden.
- Des Weiteren werden die Einschränkungen für minderjährige Personen, eine missverständliche Regelung zum Hausrecht sowie abstammungsrechtliche Änderungen kritisiert.
Einige dieser Kritikpunkte wurden auch bereits im Rahmen von Stellungnahmen verschiedener Verbände zu einem vorläufigen Entwurf im Mai 2023 geäußert. Bedauerlichweise wurden diese nicht berücksichtigt und es wurden in der Abstimmung zwischen den beteiligten Ministerien weitere Änderungen vorgenommen. Viele Organisationen werfen der Regierung hier ein Einknicken gegenüber transfeindlichen Positionen vor und fordern mit einer Petition eine Überarbeitung des Gesetzesentwurfs entsprechend den Forderungen der trans*, inter und nicht-binären Fachverbände und Selbstorganisationen.
„Das Selbstbestimmungsgesetz ist historisch, aber es besteht noch deutlich Luft nach oben. Die im Gesetzesentwurf enthaltenen Regelungen, die trans* Personen unter einen Generalverdacht stellen und das Diskriminierungsrisiko erhöhen, müssen ersatzlos gestrichen werden‟, so Kalle Hümpfner abschließend vom BV Trans* in einer Pressemeldung.
"Die AdiNet-Buchempfehlung"
In unserer Rubrik "Die AdiNet Buchempfehlung" stellen wir jeden Monat Bücher vor, mal älter, mal brandneu aber auf jeden Fall wichtige Werke für aktuelle Debatten.
Natasha A Kelly: Schwarz.Deutsch. Weiblich. Warum Feminismus mehr als Geschlechtergerechtigkeit fordern muss
Viel zu oft neigen weiße Frauen dazu, Feminismus e indimensional und Unterdrückung singulär zu begreifen. Was fehlt, ist das Verständnis, dass Schwarze Frauen und Women of Color unterschiedlichen Formen von Unterdrückung gleichzeitig ausgesetzt sind. In diesem Buch zeigt Natasha A. Kelly, wie Elitedenken und rassistische Vorurteile seit Langem den westlichen feministischen Diskurs bestimmen und so einen für alle offenen Feminismus verhindern. Um das zu ändern, erzählt sie anhand von persönlichen und kollektiven Erfahrungen und historischen Schlaglichtern vom Schwarzen Feminismus in Deutschland.
Mariela Georg: Es ist Platz für mich da!
Dieses Affirmationsbuch ist voller liebevoller, an sich selbst gerichteter Gedanken. Kinder verinnerlichen diese Gedanken und sie werden Teil ihrer inneren Stimme. Diese innere Stimme soll unseren Kindern von heute – den Erwachsenen von morgen – möglichst erhalten bleiben.
“Es ist Platz für mich da!” – Das kann sich guten Gewissens jedes Kind innerlich sagen, denn für jedes Kind auf dieser Erde ist Platz da! Das Buch enthält positive Ich-Botschaften & liebevoll gezeichnete Illustrationen, die sich an Kinder richten. Kleinkinder haben eine liebevolle, vertrauensvolle, lebensbejahende & mutige innere Stimme.
"Die AdiNet-Podcast-Empfehlung"
In unserer Rubrik "Die AdiNet-Podcast-Empfehlung" stellen wir von Zeit zur Zeit Podcasts vor. Dieses Mal:
BBQ – Der Black Brown Queere Podcast von COSMO: Hass und Gewalt im Netz - mit Sawsan Chebli
Soziale Medien sind Teil unseres Alltags. Doch Instagram, TikTok, Facebook und Co. haben auch Schattenseiten: Unter anderem Hass und Gewalt, die darüber verbreitet werden. Immer wieder stecken rechte Accounts, Websites und andere Netzwerke hinter Hasskommentaren. Sie werden von ihnen orchestriert und angeheizt. Rechtsextreme und Rechtspopulist:innen wollen unter anderem Fehlinformationen in die Welt setzen, um so Rechtsextremismus, Rassismus und Demokratiefeindlichkeit zu verbreiten. Das Ziel dahinter: Die Demokratie abschaffen und Menschenreche wie die Gleichwertigkeit aller Menschen und Minderheitenschutz als überflüssig darstellen, so Expert:innen.
Wie geht es Betroffenen? Und wie können aus Hassbotschaften physische Gewalt werden? Wie laufen solche Hetzkampagnen ab? Und was können wir alle machen, wenn wir so etwas im Netz sehen in den Kommentarspalten? Darüber sprechen Dominik und Zuher in dieser Ausgabe mit Sawsan Chebli. Sie ist unter anderem Politikerin und Autorin und immer wieder Opfer rechter digitaler Gewalt und wurde auch schon auf offener Straße angegriffen. Trotz dieser Schattenseiten unterstreicht sie aber auch, warum soziale Netzwerke wichtig sind und erklärt, warum sie sich nicht abmeldet.
Hör mal Marburg - Marburg im September
In dieser Folge hörst du die neuesten Infos aus den Pressemitteilungen der Stadt Marburg sowie eine Auswahl an Tipps für Kulturveranstaltungen.
Ideen, Vorschläge, Informationen ...
Unser Netzwerk lebt von Ihrem Mitwirken. Lassen Sie uns gerne Ideen, Veranstaltungshinweise etc. zukommen. Wir wollen Sie und Ihre Projekte unterstützen, Ihre Reichweite erhöhen und vielleicht zuvor noch unbekannte Akteur*innen bekannt machen und vernetzen.
AdiNet Mittelhessen
AdiNet Mittelhessen ist eines von vier regionalen Antidiskriminierungsnetzwerken in Hessen, die durch die Antidiskriminierungssstelle in Wiesbaden gefödert werden.
Unser Ziel ist der Zusammenschluss und die Kooperation möglichst vieler Akteur*innen der Antidiskriminierungsarbeit in der Region Mittelhessen.
Gemeinsam wollen wir Diskriminierung sichtbar machen und ihr entgegen treten.
Das Projekt AdiNet Mittelhessen wird getragen vom Landkreis Gießen und gefördert durch die Hessische Antidiskriminierungsstelle beim Hessischen Ministerium für Soziales und Integration.
Antidiskriminierung Mittelhessen e.V.
Der Antidiskriminierungsverein Mittelhessen e.V. wurde im Jahr 2019 in Gießen an der Lahn gegründet, mit dem Ziel, ein Netzwerk für Engagierte und Interessierte im Bereich der „Antidiskriminierung“ zu etablieren, um das Bewusstsein über Benachteiligungsformen und das Wissen über wirksame Gegenstrategien gemeinsam in die Breite zu tragen. Der Antidiskriminierungsverein Mittelhessen e.V. reagiert auf den Bedarf einer horizontal und mehrdimensional ausgerichteten Antidiskriminierungsarbeit. Er macht es sich zur Aufgabe, in regionaler und interkommunaler Zusammenarbeit ein niederschwelliges und wohnortnahes Unterstützungsangebot für Menschen in der Region Mittelhessen zu schaffen, die von Diskriminierung betroffen und bedroht sind, um sie zu ermutigen und in ihrer Handlungsfähigkeit zu stärken (Empowerment).
Antidiskriminierung Mittelhessen e.V.