Veranstaltungshinweise
Gender Explorer- Kunst zum Thema Genderdiversität
Am Samstag, den 7. Oktober eröffnete die Galerie JPG eine Gruppenausstellung zum Thema Genderdiversität von TINA*q Künstler:innen.
Genderdiverse Menschen erfahren im Alltag viel Gewalt: In der Schule, der Universität, am Arbeitsplatz, im öffentlichen Raum. Auch z.B. in Form von bürokratischen Hürden. In der Ausstellung „Gender Explorer“ klärt eine Gruppe von TINA*q Künstler:innen über Diskriminierung, Lebensrealitäten und aktuellen Kämpfe auf. Die Abkürzung steht hierbei für Trans, inter, nichtbinären, agender und questioning Personen.
In der Galerie wird ein sicherer Raum für genderqueere Menschen entstehen, die sich künstlerisch ausprobieren können. Neben Kunstwerken verschiedener Gattungen wird ein Informationsteil ausgestellt werden zu queerer Geschichte, Lebensrealitäten und aktuellen Debatten.
Die Ausstellung spricht TINA*Personen und Cis-Personen an.
Das Team bittet darum, Diskriminierung zu Hause zu lassen.
Die Ausstellung ist bis zum 17. November kostenfrei zu sehen
- Eröffnung: 7.10.2023 um 14-18 Uhr
- Ort: Galerie JPG, Weidenhäuser Str. 47-49, Marburg
- Ende: Bis zum 17.11.2023
MeDiMi Events Winter 2023/24
Events der Forschungsgruppe "Menschenrechtsdiskurse in der Migrationsgesellschaft" (MeDiMi). Die MeDiMi Impulse werden von den wissenschaftlichen Mitarbeiter:innen von MeDiMi als "Forum on Activism and Research" organisiert.
MeDiMi Impuls- Mo, 23.10.2023, 18-20 Uhr
Klimagerechtigkeit, Ernährungssouveränität & Bildung. Perspektiven der brasilianischen Bewegung der Landlosen zwischen Migration und Menschenrechten
- Felipe Campelo- Movimento dos Sem Terra/ Bildungszentrum für Agrarökologie Egidio Brunetta, Bahia, Brasilien
- Margarete-Bieber-Saal, Ludwigstr. 34, 35390 Gießen & via Livestream
MeDiMi Impuls- Mi, 8.11.2023. 18-20 Uhr
Seenotrettung als Menschenrechtspraxis an Europas Grenzen
-
Vortrag und Diskussion mit Sandra Hammamy, Sea-Watch e.V.
-
Margarete-Bieber-Saal, Ludwigstraße 34, 35390 Gießen
MeDiMi Lectur- Mi, 22.11.2023, 16-18 Uhr
States' Practices Before Human Rights Courts. A Nordic Perspective
- Prof. Dr. Thomas Gammeltoft-Hansen von der University of Copenhagen
- Room Alma 1, OZW building, 10th floor, VU Amsterdam & via Livestream
MeDiMi Impuls- Mi, 29.11.2023, 18-20 Uhr
Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS): Bedeutung und Auswirkung für Wissenschaft, Praxis und Geflüchtete
- Vortrag und Diskussion mit Prof. Dr. Dr. Maximilian Pichl (Hochschule RheinMain), Karl Kopp (ProAsyl) und Robert Nestler (Equal Rights Beyond Borders)
- In Kooperation mit der Refugee Law Clinic Gießen
- Margarete-Bieber-Saal, Ludwigstraße 34, 35390 Gießen & via Livestream
MeDiMi Impuls- Mo, 11.12.2023, 18-20 Uhr
Shades of Justice? Syrian Diaspora, Anti-Normalization Struggle, and Lessons from Koblenz
- mit Tareo Alaows (Pro Asyl), Monika Borgmann (UMAM Documentation & Research/MENA Prison Forum), Hannah El-Hitami (freie Journalistin) und Mariana Karkoutly (Huquqyat)
- Centrum für Nah- und Mittelost-Studien, Deutschhausstr. 12, 35037 Marburg & via Livestream
MeDiMi Lecture- Mi, 31.01.2024, 18-20 Uhr
Die Krise der Repräsentation und die reflexive Wende in der Migrationsforschung
- mit Prof. Dr. Boris Nieswand von der Eberhard Karls Universität Tübingen
- Hörsaal 201, Biegenstraße 12, 35037 Marburg & via Livestream
Die Forschungsgruppe wird durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft gefördert.
PROAKTIV Online Workshop- Israelbezogener Antisemitismus
- Datum: 28. Oktober 2023
- Uhrzeit: 10-14 Uhr
- Ort: Zoom
Online-Workshop
In den letzten Jahren wird einer breiten breiten Öffentlichkeit immer offensichtlicher das Antisemitismus in unserer Gesellschaft ein virulentes Problem darstellt, immer häufiger begegnet er uns in Form des israelbezogenen Antisemitismus. Sei es als Ressentiment oder als Debatte darüber wo selbiges anfängt. Doch ist es, möchte man Antisemitismus wirksam entgegentreten, von großer Bedeutung nicht lediglich nach individuellen Übergriffen oder offen antisemitischen Taten in der Öffentlichkeit, sich mit Antisemitismus respektive israelbezogenem Antisemitismus auseinandersetzen, denn dann ist es offensichtlich bereits zu spät.
Prävention beginnt vor dem Vorfall
Im Workshop werden einerseits die Formen des israelbezogenen Antisemitismus, andererseits die theoretischen Grundlagen des Antisemitismus selbst thematisiert und in Grundzügen vermittelt. In dem interaktiven Online-Workshop wird voraussetzungslos an Grundlagen herangeführt und anschließend mit jeweiligen Übungen in Kleingruppen der Inhalt gefestigt und vertieft, daher ist der Workshop sowhol für Einsteiger:innen als auch für Fortgeschrittene geeignet, um sich intensiv mit dem Phänomen des israelbezogenen Antisemitismus auseinanderzusetzen.
Der Workshop ist kostenfrei - Anmeldung bis zum 24.10.2023 unter: anmeldung@nbkk.de
Die Zugangsdaten erhalten Sie im Vorfeld des Workshops per eMail.
Das Projekt Proaktiv gegen Antisemitismus wird gefördert durch das Programm "Hessen - Aktiv für Demokratie und gegen Extremismus" des Landes Hessen.
Weitere Informationen über das Projekt finden Sie auf: proaktiv.nbkk.de
Fortbildung von Vielfalt erleben: Queere Geflüchtete unterstützen - Fortbildungsreihe für Multiplikator_innen in der Jugendarbeit mit jungen Geflüchteten
Montag, 30. Oktober 2023, Online
Mittendrin
Fluchtbewegungen sind Teil des gesellschaftlichen Lebens und werden es auch bleiben. Dies haben nicht zuletzt die vergangenen Jahre deutlich gezeigt. Es kommen nach wie vor viele junge Geflüchtete in Deutschland und Hessen an.
Umso wichtiger ist es, dass Jugendverbände junge Geflüchtete als Zielgruppe ihrer ANgebote und Strukuren verstehen. gehört die Bedürfnisse junger Menschen mit Fluchterfahrung zu berücksichtigen und immer wieder zu reflektieren.
Um Multiplikator_innen in der Jugendarbeit zu unterstützen bieten wir erstmals ine Fortbildungsreihe mit diesem Schwerpunkt an. Wir möchten verschiedene Angebotsformen schaffen, bei denen sich Haupt- und Ehrenamtliche für die jugendverbandliche Arbeit mit jungen Geflüchteten qualifizieren, vernetzen und die eigene Arbeit reflektieren können. Dadurch wird auch die Teilhabe, Partizipation und Demokratieerfahrung von jungen Geflüchteten gestärkt.
Die Fortbildungsreihe besteht aus Workshops und Coachings. In den unterschiedlichen Workshops werden pädagogische und systemische Handlungskompetenzen zum Umgang mit jungen Geflüchteten und die politischen Dimensionen der Themen bearbeitet. Begleitend zu den Workshopterminen sind mehrere Coachingtermine geplant, in denen ein professionell begleiteter Austausch zur Herausforderungen, Konflikten und Erfahrungen in der Arbeit mit Jugendlichen stattfindet.
Die Fortbildungsreihe wird in Kooperation mit dem praxisinstitut systemischer beratung süd durchgeführt.
Queere Geflüchtete unterstützen
Junge Menschen leben heutzutage ihre geschlechtliche Identität auf vielfältige Weise aus: sie sind beispielsweise lesbisch, schwul, bisexuell, trans*, intergeschlechtlich oder queer (lsbtq*). Das trifft auch auf junge Geflüchtete zu. Manchmal ist der Wunsch, ihrer geschlechtlichen Identität gemäß leben zu können, sogar der Grund für ihre Flucht. Wir beschäftigen uns in diesem Workshop mit der vielfalt sexueller Orientierungen und geschlechtlicher Selbstverständnisse: Was bedeuten die queeren Labels? Wieso reicht es nicht aus, zu sagen "Ich behandle alle gleich", sondern braucht es besondere Achtsamkeit und Unterstützung für queere Geflüchtete? Wie können queere Geflüchtete gut unterstützt werden? Und wie können dafür die besonderen Ressourcen queerer Geflüchteter und der LSBTIQ*-Community genutzt werden?
Referent:
Dr. Jochen Kramer ist promovierter Diplom Psychologe und Systemischer Therapeut. Seit 2015 ist er bei der Türkischen Gemeinde ind Baden-Württemberg (tgbw) als Berater in Projekten zur Unterstüzung für Menschen mit und ohne Migrationsgeschichte, die lesbisch, schwul, bisexuell, trans*, intergeschlechtlich oder queer (lsbtiq*) sind tätig.
Organisatorisches
Wann:
Montag, 30. Oktober 2023, 13-17 Uhr
Wo:
Zur DUrchführung der Online Workshops verwenden wir "Zoom". Das Tool kann via Browser genutzt werden. Zur Teilnahme wird ein Computer mit Mikrofon, Kamera sowie Lautsprecher benötigt. Hinwiese zur Darenverarbeitung des Hessischen Jugendrings finden sich unter www.hessischer-jugendring.de/datenschutz. Die Zugangsdaten werden im Vorfeld der Veranstaltungen rechtzeitig per E-Mail bereitgestellt.
Wer:
Haupt- und Ehrenamtliche der Jugendarbeit, Akteur_innen aus selbstorganisierten Angeboten, Multiplikator_innen und Interessierte
Online Anmeldung:
Anmeldungen sind Online bis zum 21. Oktober 2023 über www.hessischer-jugendring.de/anmeldung möglich.
Informationen
Zertifikat:
Teilnehmende, die an mindestens vier Workshops teilgenommen haben, erhalten eine ausführliche Teilnahmebescheinigung zur Fortbildungsreihe.
Freistellung und Anerkennung:
Für die Teilnahme an dieser Veranstaltung ist eine Freistellung für ehrenamtliches Engagement nach dem HKJGB § 42 möglich. Weitere Infos unter www.hessischer-jugendring.de/freistellung
Der Workshop kann als Fortbildung zur Verlängerung der Juleica anerkannt werden.
Ansprechpartner im hjr:
Charlotte Wolf
Fon 0157 5847 5332
Veranstaltende: Hessischer Jugendring, Vielfalt Erleben - Werkstätte für Demokratie, Institut für Systemische Beratung Süd
Zur Anmeldung und weitere Informationen
Herzliche Einladung zum Regenbogenempfang im Hessischen Landtag von der Präsidentin des Hessischen Lantages
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe queerpolitisch Aktive,
ich freue mich sehr, Sie in meiner Funktion als Präsidentin des Hessischen Landtages zum Regenbogenempfang 2023 einladen zu dürfen.
Der diesjährige Empfang findet am Dienstag, 31. Oktober 2023 um 18 Uhr, im Musiksaal des Hessischen Landtages, Schlossplatz 1-3 in Wiesbaden statt.
Der Einlass erflogt ab 17:30 Uhr über die Pforte in der Grabenstraße. Der Zugang ist barrierefrei.
Mit dem Empfang möchte ich mich bei allen Menschen bedanken, die sich stetig für ein respektvolles Zusammenleben in Vielfalt und die Chancengleichheit von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen sowie asexuellen Menschen engagieren.
Als Gast dürfen wir in diesem Jahr Fra Marianne Zückler begrüßen, die uns mit einer Lesung aus ihrem Buch "Freiheit, Liebe Hoffnung - Über sexuelle Orientierung und Ausgrenzung in Osteuropa" vor Augen führt, wie Menschen in Osteuropa aufgrund ihrer sexuellen orientierung immer noch tagtäglich mit Anfeindungen und Schikanen im Beruf, der Kirche und Familie konfrontiert sind.
Programm:
- 17:30 Uhr Einlass
-
18 Uhr Begrüßung durch Frau Landtagspräsidentin Astrid Wallmann
- 18:10 Uhr Lesung von Marianne Zückler
- 18:40 Uhr Ausklang mit kleinem Imbiss
Um Ihre Anmeldung unter Angabe Ihres Namens, ggf. Ihrer Begleitung (max. 1 Begleitperson) und Ihrer Institution, bitten wir per E-Mail an: veranstaltung@ltg.hessen.de bis spätestens 22. Oktober 2023.
Ich freue mich auf einen schönen Abend und auf Begegnungen und Gespräche mit Ihnen und verbleibe
mit herzlichen Grüßen
Astrid Wallmann
Aktionstag gegen Sexismus Marburg - Gemeinsam gegen Sexismus am Arbeitsplatz, im öffentlichen Raum, im Sport!
mit Keynote Speakerin: Almuth Schult, Fußballtorhüterin und Olympiasiegerin am 4. November 2023 im Rathus, Markt 1, 35037 Marburg
Programm:
10-11:30 Uhr
Auftakt "Was verstehen wir unter Sexismus?"
Moderiert von Prasanna Oommen
Grußworte von Kirsten Dinnebier, Stadträin Universitätsstadt Marburg und Dr. Martina von Bassewitz, Referatsleiterin Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
Keynote: Almuth Schult, Fußballtorhüterin und Olympiasiegerin, berichtet von ihrer Erfahrung mit Sexismus und Gleichstellung im Fußball.
Weitere Gäste auf dem Podium: Fikri Anil Atlinas, Author; Khola Maryam Hübsch, Journalistin; Doris Kroll, Wendo Marburg e.V.
jeweils 11:45-13 Uhr
Fachinput Phase
Teil 1: Sexismus am Arbeitsplatz: Fachinput und Workshop mit Frauennotruf Marburg e.v.
Welche Rolle spielt Sexismus am Arbeitsplatz? Was sind betriebliche Strategien gegen ihn und elche Pflichten haben Arbetgeber*innen? Der Workshop richtet sich an engagierte Angestellte und Führungskräfte
Wie kann man Sexismus im öffentlichen Raum begegnen? Wie kann der öffentliche Raum sicher für alle gestaltet werden?
Lesung der Autorin Hannah Klümper aus ihrem Buch "CatCalls - auch Worte sind Belästigung" und anchließendes Gespräch mit Impulsen von Katharina Völsch (Antidiskrimierungsstelle der Phillips-Universität) und Johanna Maaser (Projekt "EinSicht - Marburg gegen Gewalt", angefragt)
Sexismus im Sport
Fachinput von Julia Hollnagel (Athleten Deutschland e.V.) und anschließendes Gespräch mit Fußballtorhüterin Almuth Schult und Spielerinnen des BC Marburg. Moderation: Dr. Almut Sülzle (Kompetenzgruppe Fankulturen und Sport bezogene Soziale Arbeit gGmbH)
13-13:45 Uhr
Mittagspause mit Imbiss und Möglichkeiten zur Vernetzung
jeweils 13:45-15:15 Uhr
Workshop Phase
Teil 2: Weiterführung Workshop Sexismus am Arbeitsplatz: Fachinput und Workshop mit Frauennotruf Marburg e.V.
Feministische Selbstbehauptung für FLINTA* mit Wendo Marburg e.V.
Selbstsicherheit, Selbstbehauptung und Empowerment: Wendo ermutigt und unterstützt FLINTA* sich gegen Respektlosigkeiten, Grenzverletzungen und Gewalt zu wehren.
Sexismus im sportiven Kontext: Workshop zur Prävention von sexualisierter Gewalt im Sport von pro familia Beratungsstelle Marburg
Der Klaps auf den Hintern - motivierend oder unangenehm nah? Der Kuss auf den Mund im Siegestaumel - überschäumende Freude oder Ausnutzung einer Situation?
Sport geht nicht ohne Körper. Aus diesem Grund treffen Kommentare oder unerwünschte Berührungen besonders heftig. Aber wie geht Sport ohne Sexismus, ohne Grenzüberschreitung? Der Prävention im Sport kommt hierbei eine wichtige Aufgabe zu. Wie diese gelingen kann und welche Schritte ganz einfach umsetzbar sind, soll Thema des Workshops sein.
15:15-15:30
Kaffeepause und Möglichkeit zur Vernetzung
15:30-16 Uhr
Abschluss und Ergebnissicherung
Moderiert von Prasanna Oommen. Wir wollen gemeinsam in die Zukunft blicken. Was nehmen wir as dem Aktionstag mit?
Zusätzlich kostenloses Workshop-Angebot am Vorabend, 3.11.2023, 17-19 Uhr
Workshop "Männer, Feminismus und Sport - Warum und wie?" mit Fabian Ceska und Tobias Spiegelberg von detox identity und anschließendem Grillen
Ort: Vereinsheim des 1. FSC Marburg, Willy-Mock-Straße (Eingang zwischen move Sportwelt und Tennisheim)
Die Anmeldung ist kostenfrei und möglich bis zum 27. Oktober 2023
Das Anmeldeformular und alle weiteren Informationen finden Sie hier
Das bundesweite Bündnis "Gemeinsam gegen Sexismus" wurde unter der Schirmherrschaft von Lisa Paus, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, im Februar 2023 gegründet und wird gemeinsam mit der EAF Berlin e.V. durchgeführt. Gründungsmitglieder sind neben der Universitätsstadt Marburg unter anderem Organisationen aus der Wirtschaft und Zivielgesellschaft, Kultur- und Medien, sowie Städte und Kommunen.
Mehr über das Bündnis "Gemeinsam gegen Sexismus": www.gemeinsam-gegen-sexismus.de
Workshop: Empower Your Kids - Für Eltern & Bezugspersonen Schwarzer und PoC* - Kinder
Was ist Rassismus? Erlebt mein Kind gerade rassistische Ausgrenzung? Was hilft meinem Kind in diskrimierenden Situationen? Wo und wie kann ich es stärken und schützen?
Der Einstiegsworkshop "Empower Your Kids" eröffnet einen Raum, um über diese Fragen in einen Austausch zu gehen. Nach einem thematischen EInstieg zu Begrifflichkeiten und ihrer Historizität wollen wir anhand von Fallbeispielen über Handlungsansätze sprechen.
- Wann: Mittwoch 8. November 2023
- Wo: Haus der Prävention, Ludwig-Erk-Platz 4, 35578 Wetzlar
- Uhrzeit: 17-20 Uhr
- Referent*innen: Nadya Homsi (Fachstelle für Demokratie und Toleranz), Katja Görgen (DEXT-Fachstelle Stadt Wetzlar)
Anmeldung per E-Mail an: DEXT@wetzlar.de
*POC steht für Black, Indigenous, and People of Colour. Der Begriff ist eine Selbstbezeichnung von Menschen die vielfach von Rassismus betroffen sind.
Veranstaltende: Landkreis Gießen, Hessen aktiv für Demokratie und gegen Extremismus, Stadt Wetzlar, Jugend Bildungswerk Landkreis Gießen, Adinet Mittelhessen
Podiumsdiskussion: Organspende? Was sagt meine Religion dazu?
Mittwoch, 15. November 2023, Hermann Levi Saal im Rathaus in Gießen um 18 Uhr
Podiumsdiskussion mit Vertretern verschiedener Religionen
Unsere Podiumsgäste unter anderem:
- Ulrike Scherf - Stellvertretende Kirchenpräsidentin Evangelische Kirche in Hessen und Nassau
- Prof. Ilhan Ilkilic - Mediziner und Ethiker, Universitätsprofessor an der medizinischen Fakultät der Universität Istanbul (Mitglied des Deutschen Ethikrats 2012-2020)
- Prof. Christoph Raedl - Prof. für Systematische Theologie an der Freien Theologischen Hochschule Gießen und Leiter des Ethikinstituts
- Matthias Schmid - Pfarrer, Katholische Kirchenseelsorge Gießen
Vertreter für die jüdische Position und Buddhismus sind angefragt
Universitätsklinikum Gießen und Marburg, Stadt Gießen und Türkisch-Deutsche Gesundheitsstiftung
Veranstalter Organisationsteam Organspende am UKGM/ Kontakt sabine.moos@uk-gm.de
Für die Veranstaltung sind bei der LÄK Hessen Fortbildungspunkte beantragt
Fachtag - Minderjährige im Rechtsextremismus
Für Fachkräfte im erzieherischen und sozialarbeiterischen Kontext
Kinder und Jugendliche gehören zu den vulnerabelsten Gruppen in allen Phänomenbereichen des Extremismus. Sie verdienen daher unseren besonderen Schutz. Der Fachtag beschäftigt sich mit Merkmalen eines rechtsextremen Erziehungsideals und thematisiert Herausforderungen, die für Fachkräfte entstehen, wenn Kinder bereits in jungen Jahren mit rechtsextremer Ideologie in Berührung kommen.
- 20. November 2023
- 8:30-16 Uhr
- Jugend- und Kulturzentrum Jokus, Ostanlage 25A, 35390 Gießen
Anmeldung bis zum 3. November unter www.jbw-giessen.de
Programm
- 8:30 Uhr Ankommen und Anmeldung
- 9 Uhr Begrüßung durch Stadträtin Gerda Weigel-Greilich
- 9:15-9:45 Uhr Fachvortrag "Lagebild Rechtsextremismus in Mittelhessen" von Fabian Jellonnek, achtsegel
- 9:45-10 Uhr Pause
- 10-11:30 Uhr Fachvortrag "Aufwachsen und Erziehung von Kindern im Kontext extrem rechter Familien" von der Fachstelle Rechtsextremismus und Familie (RuF)
- 11:30-12:45 Uhr Pause in Selbstorganisation
- 12:45-16 Uhr Workshops
- 16-16:30 Uhr Austausch in Regionalgruppen
- 16:30 Uhr Ende der Veranstaltung
Die Teilnahme am Fachtag ist kostenfrei.
Der Fachtag wird von den DEXT-Fachstellen Stadt Gießen, Landkreis Gießen, Stadt Marburg, Landkreis Marburg-Biedenkopf, Wetteraukreis, Lahn-Dill-Kreis und Stadt Wetzlar organisiert.
LINT*A Wendokurs - Selbstbehauptung und Empowerment für LINT*A
Tageskurs am 2. Dezember 2023 von 10-16 Uhr von Wendo Marburg e.V.
- Beschämende Bemerkungen und erniedrigende Sprüche nicht aushalten
- Grenzverletzung und Diskriminierungen nicht hinnehmen
- Sich Durchsetzen und für sich selbst eintreten
- Sich selbstbewusst, gestärkt und gegenseitig unterstützend im Alltag bewegen, ob in der WG, der Universität, auf der Arbeit oder in der Kneipe
Diskriminierungen, Grenzverletzungen und Übergriffe sind für LINT*A alltägliche Erfahrungen. Diesen Situationen nicht hilflos ausgeliefert zu sein und gegen die Vereinzelung ein kollektives Handeln zu stellen, dazu ermutigt dieser Tageskurs.
Weitere Informationen
Atina+
tina+ im Alter
Euer offener queerer Treff- Denn Geschlecht und Alter gehen uns alle an.
Turnus: Jeden ersten Donnerstag im Monat, 18-20 Uhr, Dietzstraße 8, Gießen
Leitfaden und Prüfverfahren vorgestellt
Beratung für alle – Inklusiv und geschlechtersensibel beraten
Um Beratungsstellen dabei zu unterstützen, ihre Beratung in Zukunft inklusiv und geschlechtergerecht zu gestalten hat das Referat für Gleichberechtigung, Vielfalt und Antidiskriminierung der Stadt Marburg zusammen mit einer Unterarbeitsgruppe des Arbeitskreises „Frauen und Behinderung“ den Leitfaden „Inklusiv und geschlechtersensibel beraten“ sowie ein dazugehöriges Prüfverfahren entwickelt.
Von der Beratung zur Arbeitssituation bis hin zur Fachberatung bei Gewalterfahrungen: Beratungsstellen sind da, wenn Menschen konkrete Unterstützung und Begleitung brauchen. Doch nicht alle Menschen können Beratungsstellen gleich gut nutzen. Denn der Zugang zu Aufklärung, Unterstützung und Beratung ist für viele Menschen mit einer Behinderung stark erschwert. Häufig gibt es Barrieren in der Verständigung, bei der Zugänglichkeit und in der Kontaktaufnahme. Manchmal werden Personen mit einer Behinderung mit ihren Interessen und Wünschen nicht ernst genommen.
„Insbesondere Frauen und Mädchen mit Behinderung haben ohne eine zusätzliche Unterstützung oft keinen Zugang zu Beratungsstellen. Und das, obwohl fast jede zweite Frau mit Behinderung von Gewalt betroffen ist. Eine Beratung muss daher nicht nur inklusiv angeboten werden, sondern auch geschlechtersensibel erfolgen“, erklärt Stadträtin und Vorsitzende der Gleichstellungskommission Kirsten Dinnebier bei der Auftaktveranstaltung „Beratung für alle – Inklusiv und geschlechtersensibel beraten“. In der Veranstaltung sind der Leitfaden und das dazugehörigen Prüfverfahren vorgestellt worden. „Mit dem Leitfaden sollen Beratungsstellen dabei unterstützt werden, ihre Beratung schrittweise inklusiv und geschlechtersensibel zu erweitern. Gleichzeitig wird mit dem Prüfverfahren für Ratsuchende sichtbar, dass die Beratungsstelle sich dazu qualifiziert hat“, erläuterte Dr. Christine Amend-Wegmann, Leitung des Referats für Gleichberechtigung, Vielfalt und Antidiskriminierung der Stadt Marburg.
Das Projekt greift Handlungsempfehlungen aus der Studie zur Lebenssituation und Teilhabe von Frauen und Mädchen mit Beeinträchtigungen auf, die von der Evangelischen Hochschule Darmstadt in Kooperation mit der Stadt Marburg durchgeführt wurde. Doris Kroll vom Frauennotruf Marburg, Rita Schroll vom Hessischen Koordinationsbüro für Frauen mit Behinderung im Paritätischen Wohlfahrtsverband Hessen, Linda Sprenger von der Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB) Marburg-Biedenkopf, Naxina Wienstroer vom Verein zur Förderung der Inklusion behinderter Menschen fib, Angie Zipprich von der AG Freizeit und Laura Griese und Dr. Christine Amend-Wegmann aus dem städtischen Referat für Gleichberechtigung, Vielfalt und Antidiskriminierung arbeiten an dem Projekt. „Mit der Expertise dieser Fachleute können wir die Zugänglichkeit von Beratungsstellen für alle Menschen in Marburg, insbesondere für Frauen und Mädchen mit Behinderung schrittweise und nachhaltig verbessern. Ich lade alle Beratungsstellen herzlich ein, sich an diesem Prozess zu beteiligen“, so Stadträtin Dinnebier.
Die Schulungen und das Prüfverfahren der Pilotphase finden zwischen September 2023 und März 2024 statt. Der Beginn der nächsten Phase ist für das zweite Halbjahr 2024 geplant. Bei Interesse steht das Referat für Gleichberechtigung, Vielfalt und Antidiskriminierung der Universitätsstadt Marburg telefonisch unter (06421) 201-1377 oder per E-Mail (gleichberechtigungsreferat@marburg-stadt.de) zur Verfügung.
Zum Hintergrund:
Das Projekt „Beratung für alle – Inklusiv und geschlechtersensibel beraten“ ist ein Handlungsansatz im Zweiten Marburger Aktionsplan zur Stärkung der Teilhabe von Menschen mit Behinderungen. In der Universitätsstadt Marburg wird die UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) kontinuierlich durch kommunale Berichterstattung und Teilhabeplanung umgesetzt. Die UN-BRK verfolgt das Ziel, die Rechte von Menschen mit Behinderungen weiter zu stärken. Es geht dabei um die Förderung der Chancengleichheit und um eine allesumfassende gleichberechtigte Teilhabe an der Gesellschaft. Menschen mit Beeinträchtigungen sollen in allen Lebensbereichen die gleichen Beteiligungsmöglichkeiten haben und Barrieren jeglicher Art weiter abgebaut werden. Mit dem ersten Teilhabebericht im Jahr 2015 und dem darauffolgenden Aktionsplan 2017 wurde ein wirkungsvoller Prozess begonnen, der mit dem zweiten Teilhabebericht im Jahr 2020 und dem zweiten Aktionsplan von 2022 fortgesetzt wurde. Als Gesamtkonzept umfasst auch der zweite Plan Handlungsansätze und Ziele der städtischen Verwaltung und von zahlreichen Kooperationspartner*innen, um die Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen und Behinderungen in Marburg weiter zu stärken. Für die Steuerung und Koordinierung des Gesamtprozesses ist die Sozialplanung der Universitätsstadt Marburg verantwortlich, auf deren Seite weitere Informationen verfügbar sind.
"Die AdiNet Buchempfehlung"
In unserer Rubrik "Die AdiNet Buchempfehlung" stellen wir jeden Monat Bücher vor, mal älter, mal brandneu aber auf jeden Fall wichtige Werke für aktuelle Debatten.
Laura Melina Berling: Modern Heartbreak - Feministischer lieben
Liebe ohne Patriarchat
Es beginnt traurig: Laura Melina Berling zeigt uns die Geschichte ihres Heartbreaks. Ausgehend vom eigenen Liebeskummer webt sie eine große Geschichte über die Liebe in modernen Zeiten. Darüber, wie sich patriarchale Muster, Geschlechterstereotype und andere Machtstrukturen immerzu in unser Liebesleben einmischen und darüber entscheiden, wen wir warum begehren. Sie wirft einen Blick auf die Geschichte der Liebe und fragt sich, warum sie uns so viele andere nicht glücklich sind. Warum wir swipen und swipen, aber doch nicht weiterwissen. Was ist Liebe und was nicht? Können wir Liebe intersektionaler, machtkritischer und feministischer gestalten? Wie gehen wir gesellschaftlich mit Verlust und Trennungen um und wie verweben sich unsere privaten Geschichten mit romantischen Klischees?
Linus Giese: Ich bin Linus. Wie ich der Mann wurde, der ich schon immer war
Ein Satz, der wie eine Selbstverständlichkeit klingt – «Ich bin Linus» –, doch er teilt sein Leben in ein Davor und Danach. Auf beeindruckende Weise erzählt Linus Giese, warum er einunddreißig Jahre alt werden musste, um laut auszusprechen, dass er ein Mann und trans ist und warum sein Leben heute vielleicht nicht einfacher, aber sehr viel glücklicher ist.
«Wer verstehen will, welche verschlungenen Wege es manchmal sein können, auf denen sich die eigene Identität entdecken lässt, wer verstehen will, wie sich eine Person immer wieder neu finden kann, wer verstehen will, was es heißt, trans zu sein, dass das nicht nur im Singular, sondern im Plural existiert, dass es ein ganzes Spektrum gibt, wie sich als trans Person leben, denken und lieben lässt – all denen sei dieses Buch ans Herz gelegt.» (Carolin Emcke)
Eigentlich ahnt er es seit seinem sechsten Lebensjahr. Doch aus Sorge darüber, wie sein Umfeld reagieren könnte und weil ihm Begriffe wie trans, queer, nicht-binär fehlen, verschweigt Linus lange, wer er wirklich ist. Mit dem Satz «Ich bin Linus» beginnt im Sommer 2017 sein neues Leben, das endlich nicht mehr von Scham, sondern Befreiung geprägt ist. Offen erzählt Linus Giese von seiner zweiten Pubertät, euphorischen Gefühlen in der Herrenabteilung, beklemmenden Arztbesuchen, bürokratischen Hürden, Selbstzweifeln, Freundschaft und Solidarität, von der Macht der Sprache und digitaler Gewalt. Seit seinem Coming-Out engagiert sich Linus für die Rechte von trans Menschen. Vor allem im Netz, aber nicht nur dort, begegnet ihm seither immer wieder Hass. Doch Schweigen ist für ihn keine Option.
"Die AdiNet-Podcast-Empfehlung"
In unserer Rubrik "Die AdiNet-Podcast-Empfehlung" stellen wir Podcasts vor. Dieses Mal:
MDR Sputnik: Springerstiefel - Fascho oder Punk?
Ostdeutschland in den 90ern: Jugendliche in Springerstiefeln dominieren die Straßen. Wer sich gegen sie entscheidet oder nicht in ihr rechtsextremes Weltbild passt, wird zur Zielscheibe der Gewalt. In „Springerstiefel – Fascho oder Punk” gehen Autor Hendrik Bolz und Reporter Don Pablo Mulemba auf eine sehr persönliche Spurensuche durch den Osten zur Zeit der Baseballschlägerjahre. Warum war es damals für so viele Jugendliche „cool”, Neonazi zu sein? Wie konnte rechte Gewalt zu einem ganz normalen Teil des Alltags werden? Und welche Folgen hat das bis heute für die Menschen, die davon betroffen waren? Der neue Podcast vom MDR und ACB Stories – ab 3. Oktober 2023 in der ARD Audiothek und überall, wo es Podcasts gibt.
Hör mal Marburg: Marburg im Oktober
In dieser Folge hörst du die neuesten Infos aus den Pressemitteilungen der Stadt Marburg sowie eine Auswahl an Tipps für Kulturveranstaltungen.
Ideen, Vorschläge, Informationen ...
Unser Netzwerk lebt von Ihrem Mitwirken. Lassen Sie uns gerne Ideen, Veranstaltungshinweise etc. zukommen. Wir wollen Sie und Ihre Projekte unterstützen, Ihre Reichweite erhöhen und vielleicht zuvor noch unbekannte Akteur*innen bekannt machen und vernetzen.
AdiNet Mittelhessen
AdiNet Mittelhessen ist eines von vier regionalen Antidiskriminierungsnetzwerken in Hessen, die durch die Antidiskriminierungssstelle in Wiesbaden gefödert werden.
Unser Ziel ist der Zusammenschluss und die Kooperation möglichst vieler Akteur*innen der Antidiskriminierungsarbeit in der Region Mittelhessen.
Gemeinsam wollen wir Diskriminierung sichtbar machen und ihr entgegen treten.
Das Projekt AdiNet Mittelhessen wird getragen vom Landkreis Gießen und gefördert durch die Hessische Antidiskriminierungsstelle beim Hessischen Ministerium für Soziales und Integration.
Antidiskriminierung Mittelhessen e.V.
Der Antidiskriminierungsverein Mittelhessen e.V. wurde im Jahr 2019 in Gießen an der Lahn gegründet, mit dem Ziel, ein Netzwerk für Engagierte und Interessierte im Bereich der „Antidiskriminierung“ zu etablieren, um das Bewusstsein über Benachteiligungsformen und das Wissen über wirksame Gegenstrategien gemeinsam in die Breite zu tragen. Der Antidiskriminierungsverein Mittelhessen e.V. reagiert auf den Bedarf einer horizontal und mehrdimensional ausgerichteten Antidiskriminierungsarbeit. Er macht es sich zur Aufgabe, in regionaler und interkommunaler Zusammenarbeit ein niederschwelliges und wohnortnahes Unterstützungsangebot für Menschen in der Region Mittelhessen zu schaffen, die von Diskriminierung betroffen und bedroht sind, um sie zu ermutigen und in ihrer Handlungsfähigkeit zu stärken (Empowerment).